• Basiswissen Farb- und Schmutzfangtücher
  • Vor- und Nachteile
  • So kannst du die Tücher selber machen

Besonders bei neu gekaufter Kleidung kann es passieren, dass diese bei der ersten Wäsche abfärbt. Ebenso kann Schmutz, der nach dem Waschgang immer noch auf der Kleidung haftet, zu einem besonderen Ärgernis werden. Eine Lösung für diese Probleme versprechen Farb- und Schmutzfangtücher. Wir verraten dir, wie sie funktionieren, was sie wirklich bringen und wie du die Tücher selber machen kannst.

Wissenswertes rund um Farb- und Schmutzfangtücher

Dem Portal Statista zufolge besaßen im Jahr 2021 rund 96,2 Prozent der Haushalte in Deutschland eine Waschmaschine. Das zeigt: Vom Thema Wäsche waschen sind die meisten Menschen auf irgendeine Weise betroffen. So haben es sich auch verschiedene Marken zur Aufgabe gemacht, zahlreiche Produkte für den Waschbedarf anzubieten. Neben zahlreichen verschiedenen Waschmitteln und -pulvern gibt es beispielsweise die Farb- und Schmutzfangtücher. Hersteller*innen werben damit, dass nur eines der Tücher in der Wäsche schon helfen soll. Doch was steckt wirklich dahinter?

Früher bestanden die Tücher für die Waschmaschine aus Zellulose. Durch die Ausweitung des Marktes gibt es sie mittlerweile in verschiedenen Materialien zu kaufen. So kannst du Produkte aus Mikrofaser finden, aus Vlies oder Mehrweg-Tücher, die überwiegend aus Volumen-Frottee bestehen. 

Den Zweck der Farb- und Schmutzfangtücher verrät bereits der Name: Es sollen ungewollte Verfärbungen von hellen Wäschestücken verhindert werden. Wäschst du beispielsweise eine dunkle Jeans mit etwas helleren Kleidungsstücken, kannst du in der Regel nicht vermeiden, dass sich einige Farbmoleküle aus der dunkleren Textilie lösen und auf der helleren absetzen. Genau hier setzen die Tücher an: Sie nehmen die Farbmoleküle auf und verhindern, dass eine Verfärbung stattfindet. Die natürliche Farbkraft der Kleidung soll dadurch länger erhalten bleiben. Durch die zusätzliche Aufnahme von Schmutzpartikeln aus der Waschlauge wird überdies ein Hygiene-Effekt erreicht.

Vor- und Nachteile der Tücher

Die Farb- und Schmutzfangtücher haben eine weitere positive Eigenschaft. Denn wie vom Umweltbundesamt empfohlen, sollte die Waschmaschine, ausgenommen von Fein- und Wollwäsche, immer möglichst voll beladen werden. Oftmals ist dies jedoch kaum möglich, wenn man die Wäsche aufgrund der Angst vor Verfärbungen immer farblich sortiert. Verwendest du hingegen Farbfangtücher, ist es nicht mehr nötig, halbvolle Waschladungen zu waschen, da alle Farben miteinander kombiniert werden können. Dies spart nicht nur Zeit und Mühe, da du nicht mehr sortieren musst, sondern auch Wasser und Strom.

Wichtig zu bedenken ist, dass nur eine begrenzte Menge an gelöstem Farbstoff aufgenommen werden kann. Somit ist es nicht immer bedenkenfrei möglich, sehr dunkle mit hellen Kleidungsstücken zu waschen. Bei großen Mengen empfiehlt es sich, Ultra-Produkte zu verwenden, die eine größere Farbstoffmenge aufnehmen können.

Ein weiterer Aspekt, denn du aus Umweltgründen bedenken solltest, ist jener, dass Tücher aus Vlies oder Mikrofaser bereits nach einmaliger Benutzung entsorgt werden müssen. In dem Fall empfiehlt es sich, beispielsweise Frottee-Tücher oder andere Mehrweg-Tücher zu kaufen. Wie oft du diese verwenden kannst, und was du bei der zweiten Verwendung beachten solltest, kannst du in der Regel auf der Verpackung nachlesen. Pro Waschgang sollten etwa ein bis zwei Farb- und Schmutzfangtücher verwendet werden, damit möglichst alle Farb- und Schmutzpartikeln abgefangen werden können.

Farbfangtücher selber machen

Eine umweltfreundliche Alternative zu den Farb- und Schmutzfangtüchern aus der Drogerie sind selbst hergestellte Tücher. Oftmals hat man das Material, welches man dafür benötigt, bereits zu Hause und kann sofort loslegen.

Zum Material gehören zunächst einmal weiße Stoffreste. Besonders gut eignet sich nach eigener Erfahrung unserer Autorin Filz, jedoch können auch alte Handtücher, Geschirrtücher oder Baumwolltücher recycelt werden. Außerdem brauchst du Waschsoda, warmes Wasser und eine Schüssel.

Zuerst schneidest du den Stoff in Quadrate, die etwa einen Umfang von etwa 7 cm haben. Fülle nun die Schüssel mit heißem Wasser und gib einen Esslöffel Waschsoda hinein. Achte darauf, dass sich das Soda vollkommen aufgelöst hat. Anschließend tauchst du deine Stoffquadrate vorsichtig hinein, bis sie sich vollgesogen haben. Nun legst du sie ein paar Minuten hin, damit die Lösung einwirken kann. Nach der Einwirkzeit wringst du sie aus und hängst sie mit Wäscheklammern an einer Wäscheleine zum Trocknen auf. Am besten lassen sich die getrockneten Tücher in einem Glasgefäß oder einer geschlossenen Schachtel aufbewahren. Deine selbstgemachten Farb- und Schmutzfangtücher kannst du ebenso verwenden wie die gekauften und, sofern sie sich nicht bunt verfärbt haben, auch wiederverwenden.

Fazit

In jedem Drogeriemarkt kannst du verschiedene Farb- und Schmutzfangtücher finden. Diese lohnen sich insofern, als sie die Farb- und Schmutzpartikeln aus der Waschlauge auffangen. Damit werden Verfärbungen vermieden und ein besonderer Hygiene-Effekt erreicht. Außerdem muss die Wäsche nicht mehr farblich sortiert werden, sodass halbe Wäscheladungen der Vergangenheit angehören. Wichtig zu bedenken ist, dass nicht immer ein hundertprozentiger Verfärbungsschutz garantiert werden kann.

Beim Kauf ist es empfehlenswert, auf die Saugkraft und das Material zu achten, da du einige Tücher sogar mehrmals verwenden kannst. Alternativ kannst du überlegen, dir ähnliche Tücher selber zu Hause herzustellen.

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