• Wespenstich: Was tun?
  • Erste-Hilfe-Tipps gegen Schmerzen, Juckreiz und Rötungen
  • Tipps: So gehst du richtig mit Wespen um
  • Stich-Tipps: Hitze, Stichheiler, Giftsauger & Co.

Ab Ende Juli ist es wieder so weit, und sie fallen über Biergärten und Picknickwiesen her: Wespen. Wer gerne draußen ist, vor allem zum Grillen oder Eisessen, wird die kleinen Plagegeister bereits begrüßt haben. Und wo Mensch und Wespe aufeinandertreffen, kommt es leider regelmäßig zu Auseinandersetzungen, die hin und wieder in einem fiesen Stich enden. Wir haben Empfehlungen für den Umgang mit Wespen sowie wertvolle Erste-Hilfe-Tipps nach einem Stich für dich.

Wespen im Sommer: Lästige Plagegeister - aber wichtige Funktion in der Natur

Die Sommerzeit ist die Hauptsaison für Wespen. Vor allem ab Ende Juli sind die Insekten überall anzutreffen. Mithilfe ihres Wehrstachels und einer Giftdrüse versuchen sie, sich bei der Nahrungssuche aufdringliche Menschen vom Leib zu halten. Besonders aktiv sind die Tiere dann im Spätsommer und suchen zielstrebig nach Zucker und Süßem - das liegt daran, dass die Wespenvölker (die männlichen Wespen und die Arbeiterinnen) am Ende des Sommers sterben, so der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV).

Wer dachte, dass Wespen einfach nur nerven, liegt komplett falsch: Der Nabu Niedersachsen klärt darüber auf, dass Wespen in der Natur eine wichtige Funktion einnehmen, beispielsweise sind sie Haupt-Bestäuber für den Efeu. 

Zudem sind es lediglich zwei von sechzehn Wespenarten in Deutschland, die tatsächlich auf dem Kuchen und der Grillwurst sitzen: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Diese haben unter anderem der Hornisse und der Langkopfwespe einen schlechten Ruf eingebracht.

Tipps: So gehst du richtig mit Wespen um

Um gar nicht erst gestochen zu werden, sollte man sich an einigen Verhaltensregeln orientieren. Oberstes Gebot: Wespen sind außerhalb ihres Nestbereichs überhaupt nicht aggressiv. Sie neigen lediglich dazu, dich zu stechen, wenn sie gedrückt, eingeengt oder eingeatmet werden.

Du solltest draußen grundsätzlich alle Nahrungsmittel, Getränke sowie Süßigkeiten abdecken und etwaige Essensreste wegräumen. Kindern sollte nach dem Essen sowohl Gesicht als auch Hände abgewischt werden, damit Wespen erst gar nicht auf die Idee kommen, sich dort niederzulassen. Ist eine Wespe in der Nähe, sollte unbedingt Ruhe bewahrt und hektische Bewegungen vermieden werden. Anpusten sollte man Wespen ebenfalls unter keinen Umständen, da sie das Kohlendioxid aus der Atemluft in Alarmbereitschaft versetzt.

Wer geblümte Kleidung sowie Parfum trägt, läuft zudem eher Gefahr, Wespen anzulocken. Um nervige Wespen direkt zu vertreiben, empfiehlt der LBV, die Tiere mit Wasser aus einer Sprühflasche zu besprühen. Denn so wird der Wespe suggeriert, dass es zu regnen beginnt, was sie in die Flucht schlägt. Mehr zu diesem Trick erfährst du in unserem Artikel.

Wespenstich: Erste-Hilfe-Tipps bei Schmerzen, Juckreiz & Rötungen

Wespenstiche sind meist nicht gefährlich, ausgenommen, es liegt eine Allergie vor - denn dann kann ein Wespenstich lebensgefährlich werden. Ein Wespenstich äußert sich durch Schmerzen an der Einstichstelle sowie durch eine Schwellung und starken Juckreiz an der betroffenen Hautstelle. Ein allergischer Schock ist unter anderem an Quaddeln auf der Haut, Atemnot, Übelkeit, Herzrasen und weiteren Symptomen zu erkennen - wird ein Schock vermutet, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Dasselbe gilt für Stiche im Mund- und Rachenraum: Das Anschwellen durch den Stich kann die Atemwege verengen. Bis ein Arzt zur Stelle ist, sollte der Hals von außen gekühlt werden und der Betroffen sollte zudem Eiswürfel lutschen.

Öko-Test weist außerdem darauf hin, dass der Stich auf keinen Fall mit dem Mund ausgesaugt werden darf. Denn so gelangen die Giftstoffe über die Schleimhaut in den Körper und das sollte unbedingt vermieden werden.

Wir stellen dir effektive Erste-Hilfe-Tipps vor, die du nach einem Wespenstich anwenden kannst.

1. Hitze plus Kälte als Erste-Hilfe-Tipp nach dem Stich

Ein Tipp für die Behandlung eines Wespenstichs ist es, zuerst auf Hitze und dann auf Kälte zu setzen. Zuerst sollte ein Lappen mit heißem Wasser übergossen werden und dann auf die Einstichstelle gelegt werden.

Die Hitze-Methode wird auch bei vielen Produkten gegen Wespenstiche angewendet. Denn durch die Hitze wird das im Gift enthaltene Eiweiß aufgespalten und somit zerstört. Das soll dafür sorgen, dass der Stich schneller abschwillt und weniger Juckreiz entsteht. Alternativ kann auch ein heißer Löffel oder ein erhitztes Feuerzeug herhalten. Ein Klassiker der Hitze-Methode, der in keiner Hausapotheke fehlen sollte, ist der elektonische Stichheiler Bite Away*.

Daraufhin wird die Einstichstelle unter kaltem Wasser oder mithilfe eines Kühlpads gekühlt. Schließlich folgt noch die Desinfektion, damit keine Keime durch den Stich in die Haut gelangen und sich die Stelle gegebenenfalls entzündet.

2. Stich-Gel gegen Jucken und Schwellung

Es gibt zudem eine große Bandbreite an Gelen, die speziell bei Stichen, also beispielsweise Wespenstichen, angewendet werden können. Diese haben eine kühlende sowie entzündungshemmende Wirkung und lindern so zügig Schmerzen und Schwellungen.

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Eine Empfehlung ist der Kühl-Roll-On von Fenistil*, der sowohl bei Stichen als auch bei Sonnenbrand angewendet werden kann. Das kühlende Gel wird mit dem Roller einfach auf der betroffenen Hautstelle verteilt und Schmerzen und Juckreiz werden schnell gelindert.

Ein weiterer Tipp ist das Aloe Vera-Gel von Autan*: Das Gel eignet sich gut für die Versorgung der Haut nach einem Wespenstich oder Sonnenbrand, aber beispielsweise auch nach Kontakt mit Brennnesseln. Das kühlende Gel enthält Aloe Vera und Kamille und beruhigt so die Haut nach einem Stich.

3. Stichheiler: Praktische Helfer nach einem Wespenstich

Sogenannte Stichheiler sind mittlerweile eigentlich schon aus keiner Hausapotheke mehr wegzudenken, denn sie sind nicht nur praktisch, sondern auch besonders effektiv. Sie funktionieren meist mithilfe von Strom aus einer Batterie, die den Stichheiler erhitzt. Der Stichheiler wird einfach auf die Einstichstelle gedrückt, wo die Wärme dafür sorgt, dass das Eiweiß im Gift neutralisiert wird und der Stich schneller abschwillt.

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Ein Klassiker unter den Stichheilern ist Bite Away*, ein Stichheiler in Stift-Form, der ganz ohne chemische Mittel funktioniert. Somit ist der Stichheiler auch ausdrücklich für Schwangere und Kinder ab drei Jahren geeignet.

Ein Stichheiler, der mithilfe des Smartphones funktioniert, ist das Produkt von Heat It*. Durch die zugehörige App lässt sich die Temperatur individuell einstellen - bei einem Kind beispielsweise niedriger als bei einem Erwachsenen. Weitere Stichheiler findest du bei Amazon.*

4. Mit einem Stromschlag gegen die Schwellung

Ein Stromschlag soll gegen die Schwellung und den Juckreiz bei einem Wespenstich helfen? Was erst mal komisch klingt, ist tatsächlich logisch: Das Gerät Care Plus Click-Away* erzeugt einen kleinen Stromschlag mit niedriger Spannung, der dafür sorgt, dass der Histaminausstoß im Körper gehemmt wird. 

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Durch den Stromschlag wird sowohl die Schwellung als auch der Juckreiz nach einem Wespenstich gelindert, doch auch bei minimalen Verletzungen durch Quallen soll das Gerät effektiv sein. Die Energie stammt aus Quarzkristallen; das Gerät ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. 

Tipp: Wie du Bienen und Wespen vertreibst, ohne sie zu töten, erfährst du in unserem Artikel.

5. Giftsauger

Eine weitere Möglichkeit, einen Wespenstich zu versorgen, sind sogenannte Giftsauger. Diese sollten direkt nach dem Stich angewendet werden, da so das Gift an der Ausbreitung gehindert werden kann.

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Bug a bite* ist ein solcher Giftsauger: Es kommt komplett ohne Chemikalien aus und entfernt das Gift auf natürliche Weise durch den Saugmechanismus. Die Anwendung ist schmerzfrei und die typischen Folgen des Stiches, wie etwas Schmerzen an der Einstichstelle, Schwellungen oder Juckreiz, können weitgehend verhindert werden.

Ähnlich funktionieren auch das Mini-Schröpf-Set* sowie der Insektengiftentferner von Aspivenin*.

6. Ätherische Öle als natürliches Heilmittel

Auch ätherische Öle können genutzt werden, um einen Wespenstich zu versorgen. Ätherische-Öle.net rät hierbei vor allem zu Lavendel- und Teebaumöl. Nach einem Stich sollte direkt Lavendelöl* auf die Stelle gegeben werden, da so eine Schwellung eingedämmt wird.

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Um die Schwellung weiterhin zu lindern und um die Einstichstelle zu desinfizieren, eignen sich zudem Umschläge, die aus drei Tropfen Lavendelöl sowie Teebaumöl, einem Schuss Essig und einem Liter Wasser bestehen. In diese Mischung wird ein Tuch gegeben, das dann auf die Einstichstelle gelegt wird.

Aus einer Mischung von 35 Tropfen Lavendelöl, 15 Tropfen römischer Kamille*, 10 Tropfen Geranium-Rosen-Öl*, 3 ml Emulgator* und 60 ml Aloe Vera-Gel* lässt sich zudem eine Lotion herstellen, die effektiv gegen Wespenstiche und Insektenstiche im Allgemeinen hilft.

7. Hausmittel: Zwiebel, Zitrone & Apfelessig

Die Initiative Insektengiftallergie empfiehlt die Anwendung von Hausmitteln nach einem Wespenstich. Ein sehr effektives Hausmitteln ist demnach die Zwiebel: Sie wirkt nicht nur kühlend, sondern ist gleichzeitig desinfizierend und entzündungshemmend. Die Zwiebel sollte halbiert werden und es sollte ein gitterartiges Muster hineingeschnitten werden - wenn man sie dann zusammendrückt, kommt möglichst viel Zwiebelsaft nach draußen und genau der soll auf den Stich.

Auch Apfelessig ist ein genialer Hausmittel-Tipp nach Wespenstichen, da er kühlend und juckreizlindernd wirkt und sogar das Gift neutralisieren soll. Eine Zitrone als Erste-Hilfe-Hausmittel ist ebenfalls zu empfehlen, denn sie kühlt und desinfiziert wirksam. 

Wer eine Aloe Vera zu Hause hat, kann von dieser ein Blatt abschneiden und das Gel auf den Stich geben. Dieses beruhigt die Schwellung und verhindert Entzündungen.

Fazit: Die besten Erste-Hilfe-Tipps nach einem Wespenstich

Im Umgang mit Wespen sollte man stets vorsichtig und auf keinen Fall hektisch reagieren, da sich die Tiere ansonsten bedroht fühlen und zustechen. Ist das jedoch passiert, gibt es effektive Erste-Hilfe-Methoden und Mittel, um den Stich zu versorgen.

Neben wirksamen Hausmitteln wie Zwiebel- oder Apfelessig-Auflagen gibt es mittlerweile auch zahlreiche praktische Geräte und Mittel, die schnell Linderung verschaffen. Beispielsweise spezielle Stich-Gele, Giftsauger oder Stichheiler, die mit Hitze arbeiten.

Auch ätherische Öle haben sich bewährt, um die Schwellung zu heilen und die Einstichstelle zu desinfizieren.

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