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Haushalt

Lockdown zum Ausmisten nutzen: Mit dieser berühmten Methode klappt es

Manchmal geht man seine Schränke durch und plötzlich fällt einem auf, wie viele Dinge man eigentlich hat, die man gar nicht braucht. Dann ist mal wieder Ausmisten angesagt. Doch wo fängt man an? Und wie geht man am besten dabei vor? Wir stellen Ihnen die berühmte KonMari-Methode der Japanerin Marie Kondo vor. Mit diesen Tipps und Tricks geht das Aussortieren gleich viel schneller!
 
Ausmisten kann ziemlich nervenaufreibend sein, doch das geht auch anders! Mit einfachsten Tricks können Sie Ordnung ins Chaos bringen.
Ausmisten kann ziemlich nervenaufreibend sein, doch das geht auch anders! Mit einfachsten Tricks können Sie Ordnung ins Chaos bringen. Foto: Kay Amano (Konmari Media Inc.)
  • Marie Kondo hat eine beliebte Methode entwickelt, die das Ausmisten ganz einfach macht: KonMari 
  • statt Zimmerweises aussortieren, geht man hier nach Kategorien vor 
  • Sie sollten sich bei allen Dingen fragen, ob sie Sie wirklich glücklich machen 
  • aussortierte Dinge können Sie wegschmeißen oder spenden 

Viele von uns verbringen im Moment viel Zeit zu Hause, sei es aufgrund von Homeoffice oder aufgrund von Homeschooling. Und viel Zeit zu Hause heißt: viel Zeit, um Chaos zu machen: im Wohnzimmer liegen Bücher verstreut, im Kinderzimmer bedeckt Spielzeug so weit das Auge reicht den Boden und über den Keller oder die Abstellkammer brauchen wir vermutlich gar nicht erst zu reden. 

Ausmisten - Nur wie?

Da hilft oft nur eines: ausmisten und mal wieder richtig aufräumen. Doch das ist manchmal leichter gesagt als getan. Wo soll man denn überhaupt anfangen? Und was ist mit der hässlichen Vase, die man zu Weihnachten geschenkt bekommen hat, aber eigentlich gar nicht braucht? Wegschmeißen oder doch vielleicht noch aufbewahren - vielleicht gefällt sie einem ja irgendwann?

Marie Kondo*, eine japanische Aufräumexpertin und Bestsellerautorin, hat genau für solche Fälle eine spezielle Methode entwickelt, die das Ausmisten erleichtern soll: die KonMari*-Methode. 

In ihren zwei Büchern, die auf 27 Sprachen erhältlich sind, erklärt die Japanerin, was Sie für das perfekte Ausmist-Erlebnis beachten müssen. Wir stellen ihnen die Methode Schritt für Schritt vor.

1. Schritt: Kategorien bilden

Für Marie Kondo ist einer der einfachsten Wege, um sein Leben positiver gestalten zu können, Ballast abzuwerfen und das nimmt sie wörtlich. Alles, was keine Freude bereitet, wird radikal aussortiert. Aber dazu später mehr. 

Bei der KonMari-Methode mistet man nicht Zimmerweise aus, sondern nach Kategorien, denn so hat man einen besseren Überblick über die Dinge, die man schon hat. Am besten fängt man dabei bei den Klamotten an und macht danach bei den Büchern weiter. Anschließend werden bei Marie Kondos Methode die Dokumente und der Kleinkram aussortiert. Zuletzt widmet man sich den Erinnerungsstücken

Der Sinn hinter dieser Reihenfolge ist ganz einfach: Bei Klamotten fällt einem das Ausmisten am einfachsten, bei Büchern wird es dann schon etwas schwerer und bei den Erinnerungsstücken wie Fotos oder auch Postkarten ist das Aussortieren dann am schwierigsten. Dadurch, dass man mit den einfachsten Sachen beginnt, bekommt man schon währenddessen ein wenig Übung im Loslassen. Deshalb tut man sich dann bei Dingen mit emotionalem Wert zum Schluss leichter. 

2. Schritt: Alles aus dem Schrank holen 

Im zweiten Schritt der KonMarie-Methode müssen Sie alle Gegenstände der jeweiligen Kategorie aus dem Schrank holen und auf einen Haufen legen.

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So sehen Sie gleich, wie viele - teils unnötige - Dinge Sie überhaupt haben.

Durch diesen kleinen Schockmoment soll es einem noch viel leichter fallen Dinge, die man nicht braucht, auszusortieren. 

3. Schritt: Does it spark joy?

Nun kommen wir zum eigentlichen Ausmisten. Marie Kondos Methode basiert auf dem Gefühl, das uns Dinge wie beispielsweise Kleidungsstücke geben. Sie müssen nun jedes einzelne Teil in die Hand nehmen und sich fragen, ob es Sie jetzt in diesem Moment glücklich macht. In ihrer Netflix-Serie hat die professionelle Organisiererin mit ihrem berühmten Satz "Does it spark joy?" schon den einen oder anderen Kandidaten zum Verzweifeln gebracht, denn es gibt bei dieser Methode keine Vielleicht- oder Irgendwann-passt-mir-diese-Hose-bestimmt-Stapel.

Wenn ein Gegenstand Sie nicht jetzt schon glücklich macht, dann wird er es auch nie und muss deshalb weg. Nur so können Sie sich von unnötigem Ballast lösen. Die Frage können Sie sich übrigens auch bei neuen Anschaffungen stellen: Auf diese Weise können Sie auch in Zukunft vermeiden, Dinge zu kaufen, die Sie dann vielleicht doch gar nicht brauchen. 

Bei der KonMarie-Methode geht es aber nicht nur um Minimalismus ist, sondern auch um Achtsamkeit. Daher sollten Sie sich bei allen Dingen, die sie entsorgen,  noch einmal bedanken. Für die schöne Zeit, die Sie in dem Kleid verbracht haben, oder auch für die Entspannung, die Ihnen das Buch gebracht hat. So fällt der Abschied noch leichter.

4. Schritt: Ordnungssystem einführen

Um auch zukünftig Ordnung zu halten, empfiehlt Marie Kondo, dass Sie sich bereits vor dem Einsortieren der Gegenstände, die Sie behalten, ein Ordnungssystem überlegen.

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Wenn alle Dinge ihren festen Platz haben, entsteht weniger Chaos. Besonders empfehlenswert ist es dabei, wenn ähnliche Dinge einen gemeinsamen Platz haben.

Auch hier können Sie wieder mit den Kategorien arbeiten: alle elektronischen Geräte und Ladekabel kommen dann beispielsweise in die unterste Schublade der Kommode im Wohnzimmer und alle Schuhe kommen in das entsprechende Regal im Flur. Dadurch, dass die Dinge von nun an einen festen Platz haben, fällt es leichter, Chaos gar nicht erst entstehen zu lassen.  

5. Schritt: alte Dinge spenden 

Eigentlich sieht die KonMari-Methode* vor, dass alle Dinge restlos in den Müll geschmissen werden. Doch das ist leider gar nicht nachhaltig. Eine viel bessere Möglichkeit ist es, die Dinge zu spenden. Das können Sie beispielsweise beim Bayerischen Roten Kreuz machen. Mit den Spenden können tausende Menschen in der Region mit Kleidung und Gütern des täglichen Bedarfs wie Handtüchern und Bettwäsche versorgt werden. 

Bei den gespendeten Sachen ist laut Michael Ruthrof, dem Ansprechpartner der beiden Kleiderkammern des Bayerischen Roten Kreuzes in Bamberg, besonders wichtig, dass diese noch in einem guten Zustand sind. Als Faustregel gilt: Alles, was Sie auch noch verkaufen könnten, kann gespendet werden. Sobald Gegenstände aber Flecken oder auch Löcher aufweisen, sollten Sie lieber in den Müll. Gerade mit solchen fehlerhaften Artikeln gab es beim Bayerischen Roten Kreuz in Bamberg immer wieder Probleme. Daher gibt es vom Roten Kreuz auch keine Kleidercontainer mehr: "Oft werfen die Leute nicht nur Spenden, sondern auch Müll oder kaputte Dinge in die Container. Aber solche Sachen bringen uns nichts", sagt Ruthrof. Deshalb sollten Sie die Dinge lieber nochmal prüfen, bevor Sie sie spenden. 

Zwar sind die Kleiderkammern des Roten Kreuzes in Bamberg, bei denen Sie Ihre Sachen persönlich abgeben können, derzeit aufgrund der Covid-19 Maßnahmen geschlossen, doch das wird sich bestimmt ändern, sobald wieder ein wenig gelockert wird. Bis dahin können Sie sich auf den Homepages der jeweiligen Kleiderkammer Ihrer Stadt oder bei dem jeweiligen Ansprechpartner informieren, was im Moment besonders benötigt wird.

Weitere Informationen zu den Kleiderkammern und Kleiderläden des Roten Kreuzes in der Region

Falls Sie noch mehr zum Thema Ausmisten wissen wollen, dann finden Sie hier einen Artikel, bei dem zwei Aufräum-Expertinnen weitere Tipps und Tricks für die perfekte Ordnung zu Hause geben. 

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