Wer kennt es nicht? Man wirft einen kurzen Blick auf das Display der Waschmaschine, da man gerade sowieso im Keller oder Waschraum ist und noch schnell die Wäsche mitnehmen möchte. Doch aus der einen Rest-Minute werden dabei schnell mal zwei, drei Minuten. Das ist zwar nicht viel - aber trotzdem nervig. Warum dauert die letzte Minute so lange?

Viele Waschmaschinen sind mit einem Display ausgestattet, das die Restzeit des Waschprogramms anzeigt. Diese stimmt auch meistens. Manchmal braucht sie aber tatsächlich länger und es fühlt sich nicht nur danach an. Wer die Zeit stoppt, merkt, dass es bis zu zwei oder sogar drei Minuten länger dauern kann, bis das Waschprogramm vollständig durchgelaufen ist, die Waschmaschinentür entriegelt und der Piep-Ton angeht. 

Waschzeit dauert länger als angezeigt - das sind mögliche Gründe

Der erste Grund für die Verzögerung der Dauer ist die falsche Dosierung des Waschmittels. Wenn diese zu hoch ist, dauert es länger, bis es vollständig aus der Wäsche gespült ist. Das Wasser spült erst nicht mehr nach, wenn die Sensoren keine Schaumbildung mehr erkennen. Erst dann kann geschleudert und das Waschprogramm schließlich beendet werden.

Weiterhin spielt der Wasserdruck eine entscheidende Rolle. Er sollte möglichst hoch sein, um die Maschine schnell mit genügend Wasser füllen zu können. Das ist bei alten Leitungen teilweise nicht der Fall. Auch, wenn Wasser an zu vielen Stellen gleichzeitig aus der Hauptleitung entnommen wird. Da kann der Wasserdruck sinken oder schwanken und das Gerät braucht folglich länger, um die benötigte Wassermenge aus den Rohren zu ziehen.

Die Wassertemperatur verlängert ebenfalls die Dauer des Waschprogramms. Ist die Maschine an der Kaltwasserleitung angeschlossen, muss das Wasser zuerst erwärmt werden, was etwas Zeit in Anspruch nimmt. 

Unwucht durch falsch beladene Trommel

Wer die Trommel korrekt belädt, muss am Ende nicht vergeblich die letzte Minute abwarten. Dann wird der Inhalt nämlich beim Schleudern gleichmäßig an die Trommel gedrückt und die Textilien ordnen sich ringförmig an. Dadurch wird die Trommel gleichmäßig gedreht.

Zu einem Ungleichgewicht beim Schleudern kann es allerdings kommen, wenn sich zu wenig Kleidungsstücke oder ein einzelnes großes Textilstück darin befindet, da der Inhalt nur an eine Seite gedrückt wird. Die dadurch entstehende Unwucht nehmen die Sensoren wahr und versuchen sie zu beheben. Beispielsweise dreht sich die Trommel daraufhin rückwärts, um die Wäsche gleichmäßiger zu verteilen. Die Sensoren müssen nach dem letzten Schleudergang erst messen, ob dieser und somit auch das Waschprogramm beendet werden kann. Das kann bis zu mehreren Minuten dauern.

Eine unregelmäßige Beladung führt also letztendlich dazu, dass die Sensoren mehr Zeit in Anspruch nehmen müssen, um sicherzugehen, dass das Wasser vollständig aus den Textilien geschleudert und aus der Maschine abgepumpt ist. Zudem ist es möglich, dass sich durch die feuchte Wäsche Klumpen in der Maschine bilden. Deshalb ist es empfehlenswert, nicht nur einzelne große Stücke zu waschen, sondern unterschiedliche Größen. So wird eine Unwucht vermieden und die Textilien können sich besser verteilen.

Tricks, um die Waschzeit einzuhalten

Erwähnenswert ist auch, dass die Zeitanzeige oftmals nur einen ungefähren Wert anzeigt. Dieser berechnet die Zeit, die eine optimale Beladung beim Start des Programms braucht. Durch Faktoren wie den Wasserdruck, den Verschmutzungsgrad, das Wäschegewicht und die Waschmittelmenge wird also die Programmdauer bestimmt.

Es gibt ein paar Tricks, mit denen du es schaffst, die berechnete Zeit einzuhalten oder sogar zu verkürzen. Wichtig dabei ist es, auf die Dosierung des Waschmittels zu achten und die Trommel nicht zu vollzuladen.  Dadurch wird auch die Wäsche sauber, die Fasern werden beim Waschen geschont und die angezeigte Waschdauer eingehalten. Wichtig ist auch, darauf zu achten, welches Fach der Waschmaschine für welches Mittel gedacht ist und welche Funktion eigentlich die rechte Kammer erfüllt.

Außerdem kannst du die Waschmaschine an den Wasseranschluss anschließen, wodurch das Wasser nicht erst erwärmt werden muss. Dazu sparst du auch noch Stromkosten. Zuletzt ist es hilfreich, während des Spülvorgangs zu verhindern, dass durch Gartenbewässerung, Duschen oder die laufende Spülmaschine größere Wassermengen während des Spülvorgangs aus der Leitung entnommen werden. So wird der Druck in den Wasserleitungen verringert und die Waschdauer verkürzt.