Am häufigsten brauchen wir ihn vermutlich zum Verreisen: In Deutschland sind Personalausweis oder Reisepass der Identitätsnachweis für deutsche Staatsangehörige. Jeder Bürger ist verpflichtet, mindestens eines dieser Ausweisdokumente zu besitzen. Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Ausweispflicht und Mitführpflicht.

Grundsätzlich gilt: Jeder deutsche Bürger ab dem 16. Lebensjahr ist verpflichtet ein gültiges Ausweisdokument zu besitzen, so geht es aus Paragraf 1 Absatz 1 Satz 1 PAuswG (Personalausweis-Gesetz) hervor. Das ständige Mitführen des Ausweises ist jedoch nicht nötig. Im Falle einer Kontrolle, muss aber die Möglichkeit bestehen, das Dokument zeitig nachreichen zu können. 

Mitführpflicht: Dann muss der Ausweis ständig mitgeführt werden

Es gibt bestimmte Ausnahmefälle, in denen Reisepass oder Personalausweis trotzdem immer griffbereit sein müssen. Das gilt beispielsweise für Arbeitnehmer im Transport- und Speditionsgewerbe, der Gebäudereinigung, dem Baugewerbe, dem Forstamt oder ähnlichen Bereichen. Aufgrund der Schwarzarbeitergefahr werden hier nämlich vermehrt Kontrollen durch den Zoll durchgeführt. 

Wer mit der Bahn unterwegs ist, braucht ebenfalls ein gültiges Dokument, um sich ausweisen zu können. Damit das Fahrticket korrekt zugeordnet werden kann, ist die Mitnahme des Ausweises unerlässlich. Außerdem zwingend erforderlich wird der Ausweis bei Gerichtsverhandlungen, Waffenbesitz oder beim Eröffnen eines Kontos.

 

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