• Gründe für die Angst vor Telefonaten
  • Telefonieren als Strategie gegen die Angst
  • Weitere Tipps, mit der Angst umzugehen

Die Angst ist etwas, das zum Menschsein dazugehört wie die Butter zum Brot. Manche Menschen haben Angst vor Spinnen, andere vor Höhe und wieder andere vor engen Räumen. Menschen fürchten sich vor den unterschiedlichsten Dingen. Erst vor Kurzem wurde der Sicherheitsreport für 2022 veröffentlicht. Die Umfrage ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung. Das Ergebnis: 70 Prozent der Deutschen machen sich Sorgen um die hohe Inflationsrate. 66 Prozent der Bundesbürger*innen fürchten sich vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, und 62 Prozent fühlen sich durch den Ukraine-Konflikt verunsichert. Neben diesen Ängsten erscheint eine andere Angst schon fast läppisch: die Angst vorm Telefonieren. Aber sie existiert und viele Menschen müssen mit ihr umgehen. Woher kommt die Sorge kommt und was kannst du gegen sie tun?

Angst vorm Telefonieren - warum?

"Immer dieses Geschreibe", sagen Vertreter*innen älterer Generationen gerne. Sie sind der Meinung, mit einem Anruf könne man doch schneller und persönlicher Dinge klären. Und mit Sicherheit weiß auch der ein oder andere, dass man sich in Schreibgesprächen leicht missverstehen kann. Da würde so ein guter alter Anruf doch vieles im Nu aus der Welt schaffen. Doch irgendwie ist da eine Hemmung zum Hörer zu greifen. Woher kommt's?

Am Telefon bleibt anders als beim Chatten nur wenig Zeit, sich schlagfertige Antworten zu überlegen. Spontane Reaktion ist gefordert, das schreckt manche Menschen ab. Mal eben beim Arzt einen Termin machen oder das Abonnement beim Zeitungsverlag kündigen, das erfordert oft noch ein Telefonat. Einige Menschen mit Telefonphobie fürchten sich jedoch davor, mit völlig Fremden zu sprechen.

Außerdem besteht die Gefahr, dass man das Gegenüber nicht versteht, dass es zu schnell spricht oder zu viele Informationen in einen Satz packt. Manche Menschen sind eben noch geübter im Telefonieren. Wer das nicht ist, kann sich schnell blamieren, indem man undeutlich spricht oder stottert. Auch zu lange Redepausen können bei so manchen Gesprächspartner*innen durchaus unangenehm werden.

So kannst du mit der Angst umgehen

Mit dem Online-Zeitalter wird das Sprechen am Telefon für viele Leute immer ungewohnter. Viele Dinge können wir vom Computer oder Smartphone aus regeln. Umso wichtiger, dass es für diese ungewohnte Situation ein paar nützliche Tipps gibt. Der erste Tipp mag auf den ersten Blick komisch klingen: Telefonieren, telefonieren, telefonieren. Natürlich versuchen Telefonängstliche jeder vermeindlichen Situation aus dem Weg zu gehen, aber um souveräner zu werden, muss man sich seiner Angst stellen. Übung macht den Meister!

Außerdem: Planung ist das halbe Leben! Schreibe dir genau auf, was du alles erfahren und besprechen willst. Lass genug Platz für Notizen, die du während des Telefonats machst. Der Notizblock kann direkt neben den Hörer gelegt werden, wo er gut sichtbar ist. Vor und nach Telefonaten gilt: Schalte das Gedankenkarussell ab. Niemand findet dich komisch, wahrscheinlich wird auch niemand deine Nervosität bemerken. Diese Gedanken bekräftigen allein deine Angst.

Gerade im Job wird man manchmal einfach nicht um das Telefonieren herumkommen. Ein Telefon-Training, speziell auf deinen Beruf angepasst, kann hier behilflich sein. Das ist sicher nicht nur für dich, sondern auch für deine Kolleg*innen nützlich. Sprich das doch einfach bei deinem*deiner Chef*in an. Zuletzt helfen wie bei allen Ängsten auch bei der Telefonphobie Entspannungs- und Atemübungen vor der direkten Konfrontation.