• Wie viele Menschen haben in Deutschland Demenz?
  • Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?
  • Welche Symptome haben Menschen mit Alzheimer?
  • Wie hilft Kokosöl gegen Alzheimer?

Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) leben in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Der Verein geht von einem Anstieg bis 2050 auf 2,4 bis 2,8 Millionen aus. Die Gründe für diese statistische Entwicklung sehen Experten unter anderem in der höheren Lebenserwartung und im demografischen Wandel: Die Zahl der älteren Menschen steigt. Demenzerkrankungen sind nicht heilbar. Wissenschaftler*innen der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera haben aber jetzt in einer Studie herausgefunden: Kokosöl kann der häufigsten Demenz-Krankheit Alzheimer vorbeugen.

Symptome: Was ist Alzheimer und was ist der Unterschied zu Demenz?

Oft wird landläufig Alzheimer mit Demenz gleichgesetzt. Während Demenz für ein bestimmtes Muster von Symptomen steht - also keine Bezeichnung für eine bestimmte Krankheit ist - ist laut DAlzG Alzheimer die am meisten verbreitete demenzielle Erkrankung, die unter anderem zu Gedächtnisverlust führt.

Von Alzheimer Betroffene zeigen diese Symptome:

  • Betroffene haben Schwierigkeiten, sich neue Informationen einzuprägen.
  • Die Konzentration lässt nach.
  • An Alzheimer Erkrankte können sich Geschriebenes und Gesagtes nicht einprägen und können sich auch selbst schwer ausdrücken.
  • Situationen zu überblicken, Zusammenhänge zu erkennen und zu planen, fällt von Alzheimer Betroffenen ebenfalls schwer.
  • Es fällt ihnen auch schwer, motorisch mit Gegenständen umzugehen.
  • Alzheimer-Patienten können sich teils örtlich nicht orientieren, das zeitliche Bewusstsein lässt nach.

Studie: Kokosöl kann das Alzheimer-Risiko senken

Wissenschaftler*innen der SRH Hochschule für Gesundheit in Gera rund um Prof. Dr. Marcus Grill haben in einer Studie an Mäusen die präventive Wirkung eines alltäglichen Produktes gegen Alzheimer: Kokosöl. Genauer gesagt sollen die darin enthaltenen Fettsäuren vermeiden, zu erkranken.

Einer der Faktoren bei der Entstehung von Alzheimer sind Proteinablagerungen außerhalb der Zellen. Das Protein besteht aus einer Vielzahl kleiner Eiweiße an oder in der Zellmembran, dem sogenannten Beta-Amyloid-Peptid - kurz A?. Da die Membran hauptsächlich aus Fetten besteht, gehen die Forscher*innen davon aus, dass die A?-Bildung von der Fettzusammensetzung der Membran beeinflusst wird. In vergangenen Studien haben die Wissenschaftler*innen Fette identifiziert, welche die Bildung des Peptids fördern und solche, die das Entstehen hemmen. Hier kommt Kokosöl ins Spiel: Es enthält die mittelkettigen Fettsäuren, die die Bildung des A?-Peptids hemmen und so das Alzheimer-Risiko senken.

Da Alzheimer derzeit nicht geheilt werden kann, sehen die Forscher*innen in der Studie gute präventive, ernährungstherapeutische Ansätze. Ob diese auch bei Menschen funktionieren, sollen nun weitere Studien belegen.