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Stiftung Warentest: Großer Handyvergleich - Diese Tipps helfen beim Smartphone-Kauf

Stiftung Warentest hat 2019 wieder einen großen Handy-Vergleich durchgeführt. Knapp 300 Smartphones wurden getestet - die Ergebnisse zeigen, dass Sie bereits beim Kauf auf einige Merkmale achten sollten.
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Handy-Vergleich 2019 von Stiftung Warentest. Foto: Oliur/ Unsplash
Handy-Vergleich 2019 von Stiftung Warentest. Foto: Oliur/ Unsplash

Der Handy-Vergleich 2019 von Stiftung Warentest beinhaltet wieder jede Menge hilfreicher Informationen. Insgesamt wurden 294 Smartphones getestet, davon sind aktuell 156 auf dem Markt. Worauf sie in diesem Jahr achten müssen, welche technischen Fortschritte es gibt: Wir zeigen Ihnen alle Fakten im Überblick.

Die Handys wurden auf Preis, Qualität und Ausstattung geprüft. Dabei bietet der Test Ergebnisse vom günstigen Handy für 100 Euro bis hin zum Profi- Smartphone für 1000 Euro. Alle Testergebnisse finden Sie kostenpflichtig auf der Webseite der Stiftung Warentest. Im Folgenden stellen wir Ihnen die

wichtigsten vor.

 

iPhone 11- die Neuheit von Apple

Der Smartphone-Vergleich 2019: erhebliche Unterschiede beim Preis

Smartphones können mittlerweile mehr als die früheren Computer. Daher sind auch die Preise bei den Spitzenhandys mittlerweile an oder sogar über der 1000-Euro-Marke. Doch die Preise sind nur von kurzer Dauer. Oftmals sinkt der Preis nach der Marktführung recht schnell. Mit kleinen Einbußen bei der Leistung sind Smartphones aus dem Vorjahr oder Vorvorjahr schon deutlich günstiger zu bekommen. Im Test zeigt sich, dass der Preis nicht allein die Kaufentscheidung bestimmen sollte.

 

Große Bandbreite bei Ausstattung und Qualität

Schon beim Telefonieren machen sich große Unterschiede bemerkbar - wichtig ist hier: Achten Sie darauf, dass Ihr Handy guten Empfang hat.

Auch beim Fotografieren heißt es "Augen auf!" bei der Auswahl. Wirklich gute Handy-Kameras sind laut Test eher selten. Die eingebauten Kameras haben oft hohe Pixelzahlen, doch dies sagt wenig über die Bildqualität aus. Wichtig ist hierbei die Qualität der Optik. Dabei schneiden nur wenige Kameras im Test wirklich gut ab. Sie weisen häufig Schwächen bei der Videoqualität auf oder haben eine zu lange Verzögerung beim Auslösen.

Die Klangqualität zeigt oft Schwächen bei den mitgelieferten Kopfhörern. Solange das Handy noch einen Aux-Kabel Anschluss hat, sind diese problemlos ersetzbar. Bei den neuen Handys fällt dieser weg. Die Anbieter nutzen für die Kopfhörer den USB-C- oder Lightning-Anschluss. Das bedeutet für Standard-Kopfhörer wird ein Adapter nötig. Die Klangqualität des Smartphone selbst schneidet aber auch nicht so gut ab und das lässt sich mit den besten Kopfhörern nicht beheben. Zusätzlich fließt negativ mit ein, dass Handys zunehmend ohne Kopfhörer ausgeliefert werden.

Die Navigation über das Handy sollte bei der Auswahl auch nicht vernachlässigt werden. Nicht alle Geräte finden den GPS-Standort schnell und genau.Viele Smartphones gehen schnell zu Bruch. Auch teure Handys haben den Falltest nicht unversehrt überstanden.

 

Das Samsung S10

Wahl des Betriebssystems

Der Handykauf ist auch eine Frage des Betriebssystem. Die Vorentscheidung des Käufers ist durch die Einstellung der Systeme von Microsoft und Blackberry, fast ausschließlich auf Android oder iPhone begrenzt worden. Verschiedene Unterschiede gibt es in App-Angeboten, System-Philosophie und Update-Praxis.

 

App-Angebote: Für das Betriebssystem vom iPhone iOS und das Google-System Android gibt es mittlerweile Hunderttausende Apps zur Auswahl. Für andere Betriebssysteme sind es nicht so viele.

 

System-Philosophie: iOS und Android haben einen deutlichen Unterschied in den Betriebssystemen. iOS ist geschlossener als das Android-System und setzt den Nutzern enge Grenzen. Die Apps gibt es bei iOS nur aus einer Quelle, der interne Speicher ist nicht zu erweitern und es werden bestimmte Programme auf dem PC für den Datenaustausch benötigt. Dies macht die Bedienung für Einsteiger oft einfacher und sicherer. Erfahrene Nutzer schätzen hingegen, dass Android-Smartphones am PC einfach als USB-Laufwerk angemeldet werden können und Apps auch aus anderen Quellen installiert werden können.

Update-Praxis: Die Updates der Betriebssysteme sind für die Sicherheit und die Aktualität der Geräte wichtig. Dafür hat die Stiftung Warentest 152 Handys von zwölf verschiedenen Anbietern getestet.

Verschiedene Stärken der Akkus

Bei den Akkulaufzeiten zeigten sich im Test einige bedeutende Unterschiede bei den Smartphones. Nicht immer sind die Akkus dem wachsenden Bildschirm gewachsen, denn sie verbrauchen dadurch mehr Strom. Der Akku ist bei vielen Handys fest verbaut, was einen Austausch durch einen Ersatzakku ausschließt. Dies ist ein ärgerlicher Trend für viele Nutzer, denn das Handy muss zum Wechseln des Akkus eingeschickt werden.

Neuer Trend: Zweite Sim-Karte

Mit der sogenannten "Dual-Sim-Karte" kann der Nutzer zwei Mobilfunkanschlüsse gleichzeitig verwenden. Dies ist in Asien schon lange Trend und setzt sich zunehmend durch. Damit ist es zum Beispiel möglich dienstlich und private Angelegenheiten über ein Handy zu verwalten. Zudem kann der Nutzer auch privat zwei Tarife nutzen. Somit kann bei den Verträgen gespart werden - etwa mit einem Community Tarif zum Telefonieren und einem anderen günstigen Daten- Tarif. Praktisch wäre es ebenfalls bei möglichen Auslandsreisen.

 

Angebotspreis- Umidigi F1

Einige Einschränkungen bei "Dual-Sim"

Bei vielen zweiten Sim-Steckplätzen dient dieser auch gleichzeitig als Speicherkarten-Slot. Der Nutzer muss sich entscheiden, ob er diesen für eine zweite Sim-Karte nutzt oder für mehr Speicherplatz verwenden möchte. Laut dem Test können nur folgende Smartphones mit einer zweiten Sim-Karte und einer weiteren Speicherkarte bestückt werden: das Alcatel, Gigaset, Samsung Galaxy A6 und A6+ sowie das Sony Xperia XA2 Ultra.

Smartphones sind teilweise auch in beiden Versionen erhältlich.

 

Huawei P30

Ungewisse Zukunft bei Huawei

Für Huawei- oder Honor-Geräte ist die Zukunft, in Bezug auf Updates, momentan ungewiss. Durch den ausgerufenen "Telekommunikationsnotstand" der US-Regierung hat Google seine Geschäfte mit Huawei abgebrochen. Das bedeutet, dass die Geräte von Huawei oder Honor zurzeit nicht mehr mit neuen Android-Betriebssystemversionen versorgt werden. Es könnte möglicherweise dazu führen , dass der Google Play Store, Google Maps, GMail und andere Google-Dienste für die Geräte nicht mehr funktionieren. "Huawei wird weiterhin Sicherheitsupdates und Services für alle Huawei- und Honor-Smartphones sowie Tablets zur Verfügung stellen, die bereits verkauft wurden oder auf Lager sind. Die Dienste können weiter wie gewohnt genutzt werden",sagte Huawei zur aktuellen Situation Stiftung Warentest.

 

 

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