Wagner Festspiele

Bayreuther Festspiele 2018

Bayreuther Festspiele 2018: die wichtigsten Fragen

Kurzinfos:
  • Datum: Mittwoch, 25.07. - Mittwoch, 29.08.
  • Vorstellungen: jeden Tag ab 16 Uhr bzw. 18 Uhr
  • Adresse: Festspielhügel 1-2, 95445 Bayreuth
  • Email: info@bayreuth-tourismus.de oder geschaeftsleitung@bayreuther-festspiele.de
  • 32 Vorstellungen
  • 6 Opern
  • Jeden Tag eine Einführungsveranstaltung um 10:30 Uhr
  • 10 mal Kinderoper „der Ring des Nibelungen“ um jeweils 11 Uhr
  • Meisterkurse für Gesang und Dirigieren
  • Ungefähr 60.000 Besucher aus fast 50 verschiedenen Ländern
  • 1937 Sitzplätze

 Die Bayreuther Festspiele 2018 sind bereits in vollem Gange. Während bisher die meisten Solisten tobenden Applaus genießen durften, mussten Plácido Domingo und Katherina Wagner üble Buh-Rufe über sich ergehen lassen.

Wann und wo finden die Bayreuther Festspiele statt?

Die Festspiele finden 2018 vom 25. Juli bis zum 29. August auf dem Grünen Hügel statt. Für fünf Wochen kommen Klassik-Liebhaber aus aller Welt in die Wagnerstadt, um im Festspielhaus den Klängen zu Richard Wagners Opern zu lauschen.

Was sind die Festspiele?

Seit 1876 gibt es die Richard-Wagner-Festspiele, bei denen heute noch ausschließlich die Opern Wagners gespielt werden. Sechs seiner zehn Werke bekommen die Zuhörer 2018 zu hören. Mit 32 Aufführungen in fünf Wochen sind die Wagnerspiele die fünfte Jahreszeit in Bayreuth. Wegen seiner einzigartigen Akustik ist das Festspielhaus der perfekte Ort für die aufwendig inszenierten Stücke.

Spielplan der Bayreuther Festspiele 2018

Die Festspiele wurden am 25. Juli durch eine Neuinszenierung des „Lohengrin“ eingeleitet. Außerdem werden in diesem Jahr folgende Werke aufgeführt: „Der fliegende Holländer“, „Die Meistersinger von Nürnberg“, „Tristan und Isolde“, „Parsifal“ sowie „Die Walküre“. Erstmals in der Geschichte der Festspiele wird 2018 mit der „Walküre“ nur ein Einzelteil von Wagners legendären Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ vorgeführt.

Tickets für die Bayreuther Festspiele 2018

Grundsätzlich gibt es drei Arten, um an Tickets für die Festspiele zu kommen:  online, per schriftlicher Bestellung oder an der Abendkasse. Wie man in diesem Jahr noch an Karten kommen kann, erfahren sie hier.

Die Tickets sind personalisiert. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass der Kauf von Schwarzmarkt-Tickets unzulässig ist und deshalb auch verfolgt wird.

Beteiligte 2018

Die Regie des „Lohengrin“ übernimmt der US-Amerikaner Yuval Sharon. Musikalischer Leiter der Aufführung ist Christian Thielemann. Der 58-jährige Berliner wurde 2015 zum Musikdirektor der Festspiele ernannt und wird diese Position nach jetzigem Stand noch bis mindestens 2020 beibehalten.

Für Bühnenausstattung und Kostüme sind die beiden Künstler Neo Rauch und Rosa Loy zuständig. Im „Lohengrin“ treten unter anderem Anja Harteros (Elsa), Roberto Alagna (Lohengrin), Waltraud Meier (Ortrud), Georg Zeppenfeld (König Heinrich) und Thomasz Konienczny (Telramund) auf.

Bei den drei Einzelvorstellungen der „Walküre“ übernimmt Frank Castorf die Regie. Dirigieren wird Placido Domingo.

Prominente Gäste bei der Festspiel-Premiere

Auch in diesem Jahr freute sich Bayreuth wieder auf etliche prominente Gäste bei der Premierenaufführung am 25. Juli. Mit dabei waren unter anderem: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ursula von der Leyen, Jens Spahn, Christian Lindner, Edmund Stoiber, Günter Beckstein,  Anja Karliczek, Gerd Müller, Helge Braun, Monika Grütters, Dorothee Bär, Francis Fulton-Smith, Rosi Mittermeier-Neureuther und Christian Neureuther und Thomas Gottschalk. Die bayerische Landespolitik wird unter anderem durch Markus Söder, Florian Herrmann, Georg Eisenreich, Winfried Bausback und Bernd Sibler vertreten.

Den Promi-Auflauf zur Festspiel-Premiere 2018 finden Sie hier.

Auch abseits der Politik weist die Liste der Premierengäste viele prominente Namen auf: Neben Herzog Franz von Bayern und Fürstin Gloria von Thurn und Taxis werden die  bekannten Schauspielerinnen und Schauspieler Lisa Wagner, Michaela May, Udo Wachtveitl, Günter Maria Halmer sowie die TV-Journalistin Dunja Hayali erwartet. Zaungäste dürfen sich außerdem auf Kabarettist Michl Müller, den Erzbischof des Erzbistums Bamberg Professor Dr. Ludwig Schick sowie den Intendanten des Bayerischen Rundfunks, Ulrich Wilhelm, freuen.

Ausblick: Bayreuther Festspiele 2019

Die Bayreuther Festspiele 2019 finden vom 25. Juli 2019 bis zum 28. August 2019 statt. Die 109. Festspiele werden mit einer Neuinszenierung von Wagners "Tannhäuser" eingeleitet. Die musikalische Leitung übernimmt Valery Gergiev, der erstmals in Bayreuth dirigieren wird. Als Regisseur konnte Tobias Kratzer gewonnen werden. Bühnenbild und Kostüme übernimmt Rainer Sellmaier.

Des Weiteren wird es eine Wiederaufnahme von Yuval Sharons Lohengrin geben, vermutlich mit Thielemann als Dirigenten. In zwei Aufführungen wird Anna Netrebko die Rolle der Elsa übernehmen.

Anlässlich des 150. Geburtstages von Siegfried Wagner, geben die Berliner Symphoniker ein Konzert während der Festspiele 2019 in Form eines Gastspieles. Richard Wagners Sohn war nicht nur von 1908 bis 1930 Leiter der Bayreuther Festspiele, sondern komponierte auch selbst 18 Opern.

Wer war Richard Wagner?

Richard Wagner gilt als einer der bedeutendsten deutschen Komponisten überhaupt. Sein bekanntestes Werk ist „Der Ring der Nibelungen“. Er wurde 1813 in Leipzig geboren und verstarb 1883 in Venedig. Wagners Werke beeinflussten die europäische Musik des 19. Jahrhunderts maßgeblich: Seine Aufführungen sollten „Gesamtkunstwerke“ sein. Deshalb komponierte er zu seinen Stücken nicht nur die Musik, sondern schrieb auch die Texte und eigene Regieanweisungen. Nach Wagners Tod übernahm seine Witwe Cosima die Leitung der Festspiele in Bayreuth. Seitdem wird die Leitung in der Familie von Generation zu Generation weitergegeben.

Kritik an der Person Richard Wagner

Richard Wagner polarisiert. Auf der einen Seite wird er für seine künstlerische Genialität und sein musikalisches Lebenswerk gefeiert. Nicht umsonst gilt er als einer der bedeutendsten europäischen Komponisten. Auf der anderen Seite wird Wagner gerade wegen seines offensiven Antisemitismus stark kritisiert.

Diese Tatsache wird heute offener thematisiert als früher noch. Im Richard Wagner Museum (Haus Wahnfried) widmet sich eine der Dauerausstellungen der Ideologie Wagners und der  innigen Beziehung der Wagner-Familie zum NS-Regime und zu Adolf Hitler selbst.

Auch während der Festspiele wird Wagners Ideologie analysiert und diskutiert: „Diskurs Bayreuth“ heißt ein Rahmenprogramm während der Festspielzeit. Bei wissenschaftlichen Vorträgen, Wechselgesprächen und musikalischem Programm wird das Werk Wagners  genau unter die Lupe genommen und auch kritisch beleuchtet.

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