Ein Jäger aus Oberfranken muss sich vor Gericht verantworten, weil er einen 26 Jahre alten Mann erschossen hat. Der Prozess vor dem Amtsgericht Wunsiedel wegen fahrlässiger Tötung beginnt am Dienstag. Der Angeklagte hatte stets versichert, es habe sich um ein Versehen gehandelt: Er habe den Mann mit einem Wildschwein verwechselt.

Der tödliche Schuss hatte das Opfer am 8. September 2012in den frühen Morgenstunden nahe Schönwald (Landkreis Wunsiedel) getroffen. Der Jäger saß dabei auf seinem Hochsitz. Warum der 26-Jährige sich draußen aufhielt, ist unklar. Womöglich bringe die Beweisaufnahme im Verfahren neue Erkenntnisse, sagte ein Justizsprecher am Montag.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, gegen die Sorgfaltspflicht im Umgang mit einem geladenen Gewehr verstoßen zu haben. Das Schöffengericht hat drei Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil könnte am 29. Januar fallen.