In der Nacht von Mittwoch (08.09.2021) auf Donnerstag gegen 1 Uhr erreichte ein der Anruf einer 28-jährigen Frau die Polizei Marktredwitz. Die junge Dame machte sich Sorgen um ihre 64-jährige Mutter. Diese sei nach einem Treffen in einer Gaststätte gegen 21.30 Uhr mit ihrem Auto in Richtung Thierstein nach Hause aufgebrochen, sei aber dort bislang noch nicht angekommen.

Ihre Mutter habe sie dann von unterwegs aus angerufen und ihr mitgeteilt, dass sie sich wohl im Wald verfahren hätte. Ihr Auto sei defekt und der Handy-Akku fast leer. Mittels einer Ortung stellten die aufnehmenden Beamten als Aufenthaltsort einen Fußgängerübergang an der Grenze zu Tschechien fest. Eine Nachschau durch die Polizisten am zuvor ermittelten Ort verlief zunächst negativ. Von der 64-Jährigen und ihrem Auto war keine Spur zu entdecken.

64-Jährige direkt an deutsch-tschechischer Grenze gefunden 

Eine zweite Ortung ging bedauerlicherweise ins Leere. Daher entschieden sich die Beamten der Polizei Marktredwitz das Gelände nochmals zu Fuß abzusuchen. Hierbei unterstützten tatkräftig Kollegen der Bundespolizei. Auch tschechische Polizeikräfte waren in den Einsatz mit eingebunden. Durch eine Streife der Polizei Marktredwitz konnte der Pkw schließlich, kurz nach 3 Uhr, auf einem für Autos ungeeigneten Seitenarm des Fußgängerübergangs festgestellt werden.

Das Fahrzeug stand vollkommen unbeleuchtet mitten im Wald, genau auf der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland. Die 64-jährige Dame befand sich unversehrt, jedoch etwas verwirrt auf dem Fahrersitz ihres Autos. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest bei der 64-Jährigen ergab einen Wert von 0,00 Promille.

Das Auto steckte fest und war auch nicht mehr fahrtüchtig, da die Kupplung augenscheinlich defekt war. Mithilfe der tschechischen Kollegen war es möglich das Fahrzeug aus der festgefahrenen Position zu lösen. Anschließend konnte es auf eigenen Achsen noch bis Längenau rollen und wurde dort verkehrssicher abgestellt. Die mittlerweile dort eingetroffene 28-jährige Tochter der 64-Jährigen nahm ihre Mutter in Empfang und kümmerte sich im Anschluss um sie. Als Grund für die „Irrfahrt“ an die Grenze nach Tschechien gab die 64-Jährige an, dass sie sich verfahren habe.