• Selb im Landkreis Wunsiedel: Schwimmerin wird Opfer eines Hecht-Angriffs
  • Biss nicht ungefährlich: Blutvergiftung möglich
  • Bund Naturschutz klärt über Verhalten der Hechte auf

Der Besuch im Breiten Teich bei Selb ging für eine Schwimmerin blutig zu Ende. Ein Hecht biss sie mit seinen messerscharfen Zähnen in die Hand. Der Bund Naturschutz Kreisgruppe Wunsiedel (BN) weist auf die Gefahr solcher Angriffe hin, dem sich Badende bewusst sein sollten.

Schwimmerin in Selb erlebt böse Überraschung - Hecht hielt ihre Hand für Beute

Der vom BN verwaltete Breite Teich bei Selb hat sich bei der regionalen Bevölkerung als beliebter Badeteich etabliert und ist zur Benutzung zu Badezwecken freigegeben. Jedoch: "Es wurden immer wieder Gerüchte laut, dass es beim Baden zu Hecht-Angriffen gekommen sein soll", so der BN-Vorsitzende Alfred Terporten-Löhner in einer Stellungnahme.

Nun schien der Hecht die Hand der Frau mit ihrer hellen Innenfläche als Beute interpretiert zu haben. Somit habe er aus Reflex wie bei einem Blinker zugebissen. Laut dem Bayerischen Rundfunk soll der Moorteich einen erhöhten Säuregehalt aufweisen. Wie der BN-Chef mitgeteilt haben soll, könnten unter dieser Bedingung nur wenige Fischarten leben. Der Nahrungsdruck sei für die fleischfressenden Hechte somit wahrscheinlich erhöht. 

Ein Hecht-Biss sei "nicht unbedenklich, weil er als sehr infektiös zu werten ist", erklärt Terporten-Löhner weiter in seiner Stellungnahme. Ein Arztbesuch sei dringend angeraten, um eine Blutvergiftung zu vermeiden.

Das Schwimmen sei weiterhin erlaubt, man solle sich allerdings der Gefahr bewusst sein. An einem Uferabschnitt hat sich zudem ein FKK-Bereich etabliert. Besonders Nacktbader und Hundebesitzer sollten aufmerksam sein. Zwar kommen Hecht-Bisse in Deutschland hin und wieder vor, doch eine Aussage Terporten-Löhners beruhigt: Sie seien "extrem selten"