Thüringer wollte es ordentlich krachen lassen: Die Bundespolizei hat bei einer Kontrolle fast 33 Kilogramm Böllerware aus Tschechien entdeckt.  

Trotz der derzeit geltenden Beschränkungen werden auf tschechischen Asiamärkten Böller gekauft: Wie die Bundespolizeiinspektion Selb mitteilt, haben Beamte am Dienstagnachmittag (29. Dezember 2020) an der grenzüberschreitenden Straße zwischen Asch und Selb (Landkreis Wunsiedel) bei einer Kontrolle 32,6 Kilogramm verbotene Pyrotechnik festgestellt.

Selb: Mann aus Thüringen mit 33 Kilo Böllern im Auto - vom "freundlichen Verkäufer auf dem Asiamarkt" bestärkt 

Im Fahrzeug befand sich ein 61-jähriger deutscher Staatsbürger aus Thüringen, der auf dem Rückweg von einer Einkaufstour aus Tschechien war.

Als die Bundespolizisten den Kofferraum des Minivans öffnen ließen, war dieser komplett mit Böllerware gefüllt. Als dem Fahrer erklärt wurde, dass die Einfuhr von derartigem Feuerwerk nur unter Beachtung von Bestimmungen und Genehmigungen möglich ist, zeigte er sich sehr erstaunt. Er gab an, dass er beim Kauf aufgrund der CE-Kennzeichnung keine Probleme befürchtete. Der freundliche Verkäufer auf dem Asiamarkt hat ihm in seiner Meinung bestärkt.

Die Bundespolizisten stellten die aus diversen Sortimenten bestehende Fracht sicher. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.

Bundespolizei warnt

Hinweis der Bundespolizei: Der Gesetzgeber hat als Sanktionen für Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafen vorgesehen. Zudem können den Verursachern auch die Kosten für die Vernichtung in Rechnung gestellt werden.