Die 21- und 26-jährigen Schleuser transportierten am Montag in einem Kleintransporter zwei serbische Familien von Belgrad nach Berlin. Alle Insassen verfügten über Einreisedokumente für touristische Zwecke. Der Beifahrer gab als Reiseziel eine Familienfeier in Leipzig an. Da die Angaben unglaubwürdig erschienen, bestand der Verdacht, dass die Familie in Deutschland ein Asylverfahren anstrebt. Somit ergab sich ein Straftatverdacht nach dem Aufenthaltsgesetz.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hof wurde gegen den 21-jährigen Organisator der Schleusung durch den Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Hof Untersuchungshaft angeordnet. Daraufhin erfolgte die Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt. Sein Begleiter durfte nach der Sachbearbeitung die Dienststelle verlassen.

Die geschleusten Familien wurden an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet. Sie werden wegen unerlaubter Einreise angezeigt. Gegen Fahrer und Beifahrer ermittelt die Bundespolizei wegen Einschleusen von Ausländern.