Mit einem Sondereinsatz am Mittwoch (03.08.2022) wollte die Grenzpolizei Selb gemeinsam mit der Bayerischen Bereitschaftspolizei ein Zeichen gegen den Drogentourismus setzen. Im Fokus stand dabei der grenzüberschreitende Bahnverkehr aus Tschechien. Tatsächlich wurden die Beamten fündig – und das auch an sehr delikaten Stellen.

Die Polizei nahm bei ihren Schleierfahndungskontrollen die Einreisezüge aus dem östlichen Nachbarland ins Visier und kontrollierten deren Passagiere. Dabei kam eine Vielzahl an strafrechtlichen Verstößen ans Licht, bei denen besonders die Betäubungsmittelkriminalität zu Buche schlug.

Zahlreiche Drogendelikte aufgedeckt – Schmuggler mit delikatem Versteck erwischt

Die Einsatzkräfte konzentrierten sich auf die gängigen Zugverbindungen aus dem Ausland von und nach Oberfranken. Die Grenz- und Schleierfahnder stiegen mit den Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizei aus Würzburg in die Züge und kontrollierten stichpunktartig Ausweisdokumente der Passagiere sowie deren Reisegepäck. Auch an den Bahnhöfen blickten sie sporadisch in die mitgeführten Taschen. Während der Großteil der Personen ohne Beanstandungen weiterreisen konnte, stießen die Beamten jedoch bei manchen auch auf Verbotenes. 

Bei neun Personen fanden die Polizisten Betäubungsmittel in mitgeführten Rucksäcken oder Reisetaschen. Vor allem in den Regionalverbindungen Münchberg-Hof sowie Hof-Nürnberg entdeckten die Beamten kleinere Mengen Cannabis, Haschischbrocken sowie die dazu benötigten Konsumutensilien. Ein Hofer hatte bei der Rückreise in seine Heimatstadt sogar Marihuana im mittleren zweistelligen Grammbereich dabei. Fündig wurden die Grenz- und Bereitschaftsbeamten aber auch an eher ungewöhnlichen Stellen: Ein Reisender hielt rund ein Gramm der gefährlichen Droge Crystal zwischen die Pobacken geklemmt versteckt. In allen Fällen wurden die verbotenen Substanzen und Drogen sichergestellt. 

Doch nicht nur Delikte aus dem Bereich der Betäubungsmittelkriminalität wurden bei der Sonderaktion aufgedeckt. Bei der Überprüfung eines Mannes aus Aserbaidschan stellten sie Unstimmigkeiten mit dessen Dokumenten fest, sie waren gefälscht. Er muss sich nun wegen Urkundenfälschung und illegalen Aufenthalts im Bundesgebiet strafrechtlich verantworten. 

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