Einen kuriosen Abend erlebten die Polizisten der Polizeiinspektion Marktredwitz am Sonntag (29.05.2022). Eine 22-jährige Frau meldete sich per Notruf bei den Beamten, um mitzuteilen, dass sie versehentlich eines ihrer Wohnungsfenster zerstört habe. Wegen eines anstehenden Unwetters forderte die Dame eine Streife, um ihr bei der Sicherung des Fensters zu helfen. 

Dem Anliegen der jungen Frau kamen die Beamten nicht nach, weil ein solches Problem keinen Polizeieinsatz benötigte, was der Dame auch mitgeteilt wurde. 

Spielende Fußballkinder als Übeltäter  

Jedoch erwies sich die Dame als hartnäckig, rief nochmals über den Notruf bei der Polizeiinspektion wegen ihres kaputten Fensters an. Nur diesmal seien es Kinder gewesen, die mit einem Fußball ihr Fenster eingeschossen hätten. 

Als eine Streife vor Ort eintraf, hatten sich der Grund für das zerstörte Fenster erneut geändert. Im Zimmer des beschädigten Fensters lag ein fünf Kilogramm schwerer Stein. 

Diesen hätten angeblich die Fußball spielenden Kinder in den dritten Stock geworfen und so ihr Fenster zerbrochen. 

Eindringlicher Belehrung sorgt für Klarheit

Weil sich die junge Dame in Widersprüche in ihren Geschichten verstrickt hatte, mussten die Beamten nochmals eindringlich auf die Folgen ihrer Lügerei hinweisen, was dann auch die Wahrheit an Licht brachte: Die Frau befürchtete, ihre Versicherung würde für die Reparatur nicht aufkommen, da der Schaden selbstverschuldet war,    

Gegen die 22-Jahre junge Frau ermittelt die Polizei Marktredwitz nun wegen eines Vergehens des Vortäuschens einer Straftat und wegen eines Vergehens des Missbrauchs von Notrufen.

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