Eine 36 Jahre alte Frau hat am Donnerstagabend (30. Juni 2022) betrunken einen Unfall gebaut. Wie die Polizei berichtet, wollte die Frau nach eigenen Angaben mit 160 km/h von der Autobahn A93 an der Anschlussstelle Marktredwitz Süd abfahren. "Das konnte nicht gut gehen", schreibt die Polizei am Freitag (1. Juli 2022) im Pressebericht. 

Die Frau krachte gegen 19.30 Uhr offenbar mit erhöhter Geschwindigkeit in der Ausfahrt gegen die Leitplanke. Als die Polizei an der Unfallstelle eintraf, war weit und breit nichts vom Unfallwagen zu sehen. "Es konnten nur der Schaden an der Schutzplanke, ausgelaufene Fahrzeugflüssigkeiten sowie herumliegende Fahrzeugteile vorgefunden werden", heißt es im Polizeibericht.

Fahndung nach Unfallverursacherin schnell erfolgreich

Die Polizei leitete schließlich eine Fahndung nach dem Wagen ein und wurde unweit der Unfallstelle fündig. Auf einem Schotterweg im Bereich eines Baumarktes entdeckte die Polizei die Frau am Steuer ihres Autos. "Sie gab an, dass sie beim Abfahren von der BAB 160 km/h drauf hatte und sich an nichts Weiteres erinnern könne", teilt die Polizei mit. "Die Dame roch stark nach Alkohol und im Pkw lagen mehrere leere Weinflaschen sowie einige Dosen eines alkoholischen Mixgetränks."

Der Unfall ist der Polizei zufolge nicht nur auf die erhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 3,1 Promille. Die Frau musste sich anschließend einer Blutentnahme unterziehen. Die Staatsanwaltschaft Hof ordnete im Zusammenwirken mit einem Richter vom Gericht in Hof die Beschlagnahme des Führerscheins der Unfallverursacherin an.

Die 36-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Sie zog sich Prellungen und Schürfwunden am Arm zu. Am Auto sowie an der Schutzplanke entstanden Schäden in Höhe von jeweils ca. 2500 Euro. Die Unfallstelle musste mit einer Kehrmaschine gereinigt werden. Auch die Freiwillige Feuerwehr Marktredwitz war an der Unfallstelle im Einsatz. Auf die Unfallverursacherin kommt nun ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu.