2014 sind nach Angaben des Kunstministeriums neben 450 000 Euro für den laufenden Betrieb noch 200 000 Euro zusätzlich nach Wunsiedel geflossen. Damit habe man das entstandene Minus weitgehend ausgleichen können.

Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) habe signalisiert, dass er sich für eine langfristige Lösung einsetzen will, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit. Ein Gespräch dazu sei noch in der ersten Jahreshälfte 2015 geplant.
Spaenle setze sich dafür ein, dass die Festspiele auch in Zukunft auf einem sicheren Fundament arbeiten können. Der Freistaat lebe davon, dass in allen Regionen - in der Stadt und auch auf dem Land - ein vielfältiges kulturelles Angebot gemacht werde.

Laut einem Prüfbericht der Regierung von Oberfranken war das Defizit bei den Festspielen in den vergangenen Jahren gestiegen, 2013 lag es bei 1,46 Millionen Euro. Zugleich steckt die Stadt Wunsiedel als Trägerin in finanziellen Schwierigkeiten und hat keinen genehmigten Haushalt. Bürgermeister Karl-Willi Beck (CSU) hatte erklärt, er hoffe auf eine stärkere Förderung durch den Freistaat und eine Absicherung bei Risiken - wenn etwa bei schlechtem Wetter Zuschauer ausbleiben. Den Jahresetat des Festivals bezifferte er auf 3,5 Millionen Euro.

Die Luisenburg-Festspiele auf einer imposanten, von Felsen umrahmten Freilichtbühne locken jährlich im Sommer bis zu 150 000 Besucher an. Einsparungen im künstlerischen Bereich lehnte Beck bereits ab. Das sei der falsche Weg, hatte er der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Die Theaterveranstaltungen auf der Luisenburg seien schließlich ein "Leuchtturm für ganz Nordbayern".