In Würzburg haben Unbekannte das "Z"-Symbol an die Mauern der Gethsemanekirche geschrieben, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilt.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat inzwischen die Ermittlungen in dem Fall übernommen und hofft dabei nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Würzburg: Kirchenmauer mit "Z"-Symbol beschmiert - Kripo ermittelt

An insgesamt fünf Stellen hatte der unbekannte Täter die Kirchenmauer mit etwa 80 × 80 Zentimeter großen "Z"-Symbolen beschmiert. Nach derzeitigem Ermittlungsstand muss sich die Tat am Straßburger Ring im Zeitraum zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen (26. und 27. März 2022) ereignet haben. Die Höhe des entstandenen Sachschadens dürfte nach ersten Schätzungen im niedrigen vierstelligen Bereich liegen.

Die Polizei ermittelt nun wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung und des Anfangsverdachts einer Straftat nach § 140 des Strafgesetzbuches, da die Verwendung des "Z"-Symbols für die Billigung des Angriffskriegs in der Ukraine steht. Aufgrund des politischen Hintergrundes wurden die weiteren Ermittlungen inzwischen von der Kriminalpolizei Würzburg übernommen. 

Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen.

"Ich war sehr entsetzt, als ich nach meinem Kirchgang dieses "Z" lese"

Die Stadträtin und Vorsitzende des Bürgervereins Heuchelhof Christiane Kerner berichtet im Interview mit News5, dass sie "sehr entsetzt" war, als sie das "Z"-Symbol nach ihrem Kirchgang gelesen habe. Um ein Zeichen zu setzen, haben sich laut News5 ungefähr 300 Menschen am Sonntagabend (27. März 2022) an der Kirche im Stadtteil Heuchelhof getroffen und ein Friedensgebet gesprochen. Die Menschen wollen mit dem Gebet ein Zeichen setzen. 

"Die Kirche steht für Gemeinschaft, für Frieden, für Frieden in der Ukraine, in Russland. Aber auch für Frieden hier in Deutschland. Für die Menschen, die hier leben", betont Pfarrerin Anna Bamberger im Interview. 

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