Die ziemlich lange Telefonkonferenz eines Mannes in einem ICE hat einen anderen Fahrgast so sehr in Rage gebracht, dass sich beide geprügelt haben. Nach Angaben der Bundespolizei vom Donnerstag telefonierte ein 31-Jähriger fast eineinhalb Stunden lang, was andere Reisende störte. Das Zugpersonal wies den Mann nach mehreren Beschwerden darauf hin. "Bei einem 51-Jährigen riss der Geduldsfaden, nachdem das Telefonat nicht sofort beendet wurde", hieß es in der Mitteilung. Er setzte sich neben den Mann und klappte dessen Laptop zu.

Der Jüngere verließ am Mittwochmorgen das Abteil und telefonierte im Bordbistro des ICE aus Nürnberg weiter. Zurück im Abteil eskalierte die Situation zwischen den beiden Männern: Der 31-Jährige stellte den 51-Jährigen zur Rede, dieser konterte mit einem Schlag ins Gesicht. Es folgte eine Rangelei zwischen den Streithähnen, die Brille des Älteren ging dabei kaputt.

ICE zwischen Nürnberg und Würzburg: Kontrahenten müssen Zug verlassen

Beide mussten den ICE schlussendlich in Würzburg verlassen, wie die Beamten weiter mitteilten. Gegen die Männer ermittelt nun die Bundespolizei. Anfang des Jahres musste die Bundespolizei einen Mann festnehmen, der seinen Unmut über die Kontrolle auf besondere Art und Weise kundtat: Er zog sich nackt aus.