Ruhestörungen in Würzburg: Wie bereits an den letzten Wochenenden musste die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt auch dieses Wochenende am Freitag und Samstag in der Nacht im Bereich des Mainufers zu mehreren Einsätzen ausrücken. Viele Anrufe wegen Ruhestörungen gingen bei den Beamten ein, wie die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt in einem Pressebericht mitteilt.

Bei zum Teil durchwachsenem Wetter hielten sich dennoch wieder hunderte Menschen bis spät in die Nacht von der Adenauer Brücke bis Höhe Congresszentrum auf. Vor allem der schmale Abschnitt unmittelbar nach der Mainmühle bis zum Alten Kranen, auch Kranenkai genannt, stellte sich dabei als Problembereich dar.

Würzburg: Musikboxen sichergestellt und Mainkai gesperrt

Während sich der Großteil der Menschen in den anderen Bereichen vernünftig verhielten, mussten in dem Problembereich bei einigen Unbelehrbaren die Musikboxen sichergestellt werden. Insgesamt wurden an beiden Tagen sage und schreibe 23 Boxen konfisziert.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag musste zudem aufgrund der Vielzahl der Feiernden die Straße am Kranenkai temporär für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden. Die Sperrung war notwendig, da sich vor Ort hunderte überwiegend junge Menschen bei schlechten Lichtverhältnissen und äußert schmalen Gehwegen aufhielten. Unter ihnen waren etliche erheblich Betrunkene dabei. Dadurch kam es vor der Straßensperrung immer wieder zu gefährlichen Situationen.

Das Resultat der Partynächte war am Sonntagmorgen (06.06.2021) am Mainufer zu sehen: Pizzakartons, leere Alkoholflaschen und Einwegbecher - entlang des Mains lag haufenweise Müll auf den Wegen und Straßen. Die Stadtreiniger hatten in den frühen Morgenstunden des Sonntags viel zu tun, um die Hinterlassenschaften der Feierwütigen zu beseitigen. Das Mainufer in Würzburg ist trotz Corona-Beschränkungen ein beliebter Treffpunkt: Wegen Ruhestörungen und Gewalt vor Ort prüft die Stadt nun ein neues Alkoholverbot in der "Coronapartymeile".