Die Drehleiter und Höhenrettungskräfte der Feuerwehr Würzburg wurden gegen 14:00 Uhr auf die Brücke der deutschen Einheit alarmiert, da Personen auf den Spanndrähten der Tragkonstruktion geklettert waren. Die erste Erkundung ergab dass Aktivisten planten ein ca. 8 × 2 m großes Banner an der Brücke zu befestigen. Die Demonstranten auf dem Bauwerk hatten sich professionell mit Kletterausrüstung ausgerüstet und bereits den oberen Bereich der Fahne befestigt.


Mittels Drehleiter zum Einsatzort


Der Einsatzleiter der Polizei wurde mittels der Drehleiter zu den Demonstranten hinauf gefahren und über die geplante Aktion unterrichtet. Versuche die Kletterer von ihrer Mission abzuhalten verließen zuerst erfolglos. Damit keine Fußgänger oder Autofahrer durch eventuell herabfallende Gegenstände
gefährdet werden wurde die gesamte Brücke von der Polizei gesperrt, wodurch erhebliche
Verkehrsbehinderungen im Umfeld entstanden.

Die vor Ort anwesenden speziellen Retter aus Höhen und Tiefen der Berufsfeuerwehr mussten nicht eingreifen, darf sich die Aktivisten augenscheinlich bestens für die Aktion ausgerüstet und gesichert im Bauwerk bewegten. Ursprünglich war geplant die Aktion bis ca. 20:00 Uhr aufrechtzuerhalten. Der
Einsatzleiter der Polizei wurde ein weiteres Mal von der Berufsfeuerwehr zu den Aktivisten emporgefahren. In diesem Zuge wurde angeordnet dass die Aktion noch maximal 1 Stunde geduldet wird und danach zu beenden sei.

Da keine unmittelbare Gefahr für die Aktivisten bestand, konnten die Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen 15:50 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Um 18:07 hatten sich die Demonstranten eigenständig abgeseilt / waren wieder heruntergeklettert und hatten ihr Transparent entfernt. Im Anschluss erfolgte die polizeiliche Vernehmung.