In Würzburg wurde bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Am Freitag (3. Dezember 2021) wurde das Gebiet um den Fundort weitläufig abgesperrt und evakuiert, damit der Sprengsatz entschärft werden konnte.

Am Abend gab der Sprengmeister schließlich Entwarnung: Die Anwohner können in ihre Häuser zurückkehren.

Update vom 03.12.2021, 18 Uhr: Bombe entschärft - Stadt Würzburg gibt Entwarnung

In der Friedrich-König-Straße in Würzburg fand am Freitag ein Großeinsatz statt: Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg musste entschärft werden. Wie die Stadt Würzburg mitteilte, konnte um 17 Uhr Entwarnung auf dem Firmengelände gegeben werden. Der beauftragte Sprengmeister meldete die erfolgreiche Entfernung der beiden Zünder aus der 200 Kilogramm schweren Bombe. Diese ist nun entschärft und schrottreif.

Damit begann die zweite Phase des Einsatzes: Die Sperrung des Zugverkehrs und der Bundesstraße 27 wurden aufgehoben. Die Anwohner konnten wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren und auch die Firmen im Sperrkreis könnte die Arbeit und Produktion wieder laufen lassen.

In der Dürrbachtalhalle hatten Hilfsorganisationen eine warme Sammelstelle für die direkt Betroffenen eingerichtet. Auch die Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber musste zwei Gebäude räumen, konnte dafür aber auf Sozialräume außerhalb des gesperrten Gebietes nutzen.

Neben einem Großaufgebot der Feuerwehr (52 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und 28 der freiwilligen Feuerwehren) und etwa 100 Polizistinnen und Polizisten aus Unterfranken inklusive der Bereitschaftspolizei waren auch 86 Mitarbeitende der ehrenamtlichen Rettungsdienste vor Ort.

Ordnungsreferent Wolfgang Kleiner dankte allen Einsatzkräften für den "zusätzlichen Kraftakt in Corona-Zeiten". "Die Pandemie verlangt den Blaulichtorganisationen seit vielen Monaten alles ab und dennoch können wir in Ausnahmesituationen auf ein schlagkräftiges Team zurückgreifen, das sich aus beruflichen und ehrenamtlichen Kräften zusammensetzt", so Kleiner.

Ursprüngliche Meldung vom 03.12.2021, 6 Uhr: Fliegerbombe in Würzburg gefunden

In der Dürrbachau in Würzburg ist auf einem Betriebsgelände in der Friedrich-König-Straße am Donnerstagabend bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt worden. Das teilt die Stadt Würzburg mit. 

Weil ein notwendiges Spezialgerät erst durch den Kampfmittelräumdienst herangeschafft werden muss, erfolgt die Entschärfung am Freitag (3. Dezember 2021) ab etwa 15 Uhr. Dazu muss aber schon ab 13 Uhr ein Radius von etwa 500 Metern evakuiert sein. Die betroffene Bevölkerung wird laut der Stadt Würzburg informiert.

Das Betreten, Befahren und Durchfahren dieser Sperrzone und der Aufenthalt darin sind bis zum Abschluss der Arbeiten gegen etwa 17 Uhr verboten. Anwohner und sich in diesem Radius aufhaltende Personen, wie Kunden, Arbeitnehmer oder Mitarbeiter des Werks, müssen diesen ab 13 Uhr verlassen. Falls notwendig, werden Notunterkünfte zur Verfügung gestellt, so die Stadt weiter.

Die Bahnstrecke Würzburg–Aschaffenburg, die Bundesstraße 27 und weitere Straßen werden in diesem Zuge gesperrt. Der Kampfmittelräumdienst schätzt, dass die Entschärfung ca. zwei Stunden dauern wird. Insbesondere Pendler werden gebeten, sich auf die Sperrungen einzustellen.