Und manches sei dem Alltag in Würzburg und Osterburken gar nicht so fern: Gefrotzelt wird auch hier am Sektionstisch. Das Lachen hilft, schützt vielleicht vor Angst und Beklemmung. "Wenn ich mich bei einer Leiche über den Geruch beschwere, fragt mein Oberarzt schon gerne mal: Na, Frau Jellinghaus, wären Sie doch lieber Augenärztin?"

Eine echte Alternative wäre das für sie nicht. Vor der Rechtsmedizin habe sie kurz in der Psychiatrie gearbeitet. Sich da von den Patienten abzugrenzen, abends ruhig nach Hause zu gehen, sei ihr schwer gefallen, sagt Jellinghaus. Das sei heute leichter. "Weil ich in meiner ärztlichen Funktion hier nicht in der Verantwortung stehe, es besser machen zu müssen." Der eine oder andere Fall beschäftigt sie trotzdem auch nach Feierabend.