Eine Leiche nach der anderen wird in den Untersuchungsraum gefahren.

"Der Tod gehört zum Leben, wir sterben alle irgendwann. Das wird natürlich mit der Tätigkeit mehr und mehr zur Routine", sagt Jellinghaus. Sie steht im grünen Kittel am Kopfende des Sarges, tastet mit den Fingern über Kopf und Hals des toten Mannes, hebt Arme und Beine an. Krematoriumsmitarbeiter Thorsten Kreuter hilft beim Umdrehen, Totenflecke werden sichtbar. In dem Raum scheint es plötzlich noch kühler. Jellinghaus blinzelt, lässt den Körper zurück sinken. Es gibt keine Auffälligkeiten.

Bis zu 30 Leichen sieht die Rechtsmedizinerin am Tag, an bis zu drei Obduktionen ist sie beteiligt. Wie häufig eine falsche Todesursache aufgedeckt werde, sei schwer zu sagen.