Ein Autofahrer auf der A3, der augenscheinlich unter Drogeneinfluss stand und Rauschgift mitführte, ist am Mittwochnachmittag von Beamten der Autobahnpolizei vorübergehend aus dem Verkehr gezogen worden. Der Mann war gestoppt worden und hatte sich zunächst durch eine gefährliche Flucht der Kontrolle entzogen.


Gegen 15:45 Uhr hatten Autobahnfahnder einen 5er-BMW zur Kontrolle auf einen Parkplatz gelotst. Als die Beamten das Fahrzeug durchsuchen wollten, verriegelte der Fahrer Tür und Fenster, gab Vollgas und raste davon. Es ist nur dem Zufall zu verdanken, dass dabei kein Polizist verletzt wurde.


Gefährlicher Fluchtversuch mit sehr hoher Geschwindigkeit

Sofort nahmen die Fahnder die Verfolgung auf. Dabei beobachteten sie die gefährliche Fahrweise des Autofahrers. Mit sehr hoher Geschwindigkeit überholte der Mann bei regem Verkehr Fahrzeuge auf dem Seitenstreifen oder fuhr extrem dicht auf. Nach einigen Minuten brach er die Flucht ab und hielt wieder an.

Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten auf dem Fahrersitz vor kurzem benutzte Rauschgiftutensilien und eine geringe Menge Heroin. Die Gegenstände und das Rauschgift wurden sichergestellt. Die Beamten vermuten, dass eine größere Menge des illegalen Pulvers aus dem Fenster geworfen worden war. Die Suche danach verlief jedoch erfolglos. Die Witterung und der Verkehr hatten es wohl in alle Winde verweht.


Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs

Außerdem bemerkten sie bei dem 39 Jahre alten Fahrer Anzeichen von Rauschgiftkonsum. Ein Test wies darauf hin, dass er vor kurzem Heroin genommen hatte, was der Mann auch einräumte. Eine Blutentnahme folgte. Die Weiterfahrt wurde für 24 Stunden untersagt.

Gegen den Mann aus Niederbayern wird nun wegen des Drogenbesitzes und des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge anderer berauschender Mittel und groben Fehlverhaltens beim Überholen ermittelt.