Verpuffung in Wohnhaus im Kreis Würzburg: In der Gemeinde Veitshöchheim in Unterfranken lief am Mittwochmittag (16.12.2020) ein Polizeieinsatz. Wie das Polizeipräsidium Unterfranken berichtete, kam es dabei zu einer Verpuffung in einem Wohnhaus.

Gegen 10.30 Uhr erreichte die Polizei ein Notruf: In einem Garagentor würde ein Pfeil aus einer Armbrust stecken. Die Polizei Würzburg-Stadt schickte Streifen vor Ort, denen es schnell gelang, den mutmaßlichen Schützen zu identifizieren.

Armbrust-Schütze löst Polizeieinsatz aus - dann kommt es zur Verpuffung

Dabei handelte es sich um einen Mann aus einem benachbarten Mehrfamilienhaus, der offenbar bereits am Morgen gegenüber einer Familienangehörigen "psychisch auffällig" geworden war. Beim Eintreffen der Beamten hielt er sich noch an seiner Balkontür auf, auf Ansprache der Polizisten verhielt er sich jedoch unkooperativ und kam ihren Anweisungen nicht nach.

Schließlich verbarrikadierte er sich in einer Wohnung - kurz danach kam es darin zu einer Verpuffung. Die Fensterscheiben des Hause zerbarsten dabei, verletzt wurde jedoch niemand. Der Mann stieg wenig später aus einem Fenster und versuchte vor der Polizei zu flüchten.

Die Einsatzkräfte konnten ihn aber noch vor Ort überwältigen. Während des Einsatzes wurden außerdem Warnschüsse durch die Polizei abgefeuert. Der mutmaßliche Armbrust-Schütze ist laut Polizei psychisch belastet und wurde daher aufgrund von Fremdgefährlichkeit in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht. 

Die Kriminalpolizei Würzburg hat inzwischen die Übermittlungen vor Ort übernommen und sucht nun nach der Ursache für die Verpuffung. In der Wohnung des Mannes wurde eine Armbrust sichergestellt. Die örtliche Feuerwehr war ebenfalls im Einsatz, ein größerer Brand wurde durch die Verpuffung nicht ausgelöst.