Hoher Sachschaden ist am Mittwochmorgen (3. Juni 2020) bei einem Unfall auf der A3 in Unterfranken entstanden. Das berichtet die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried. Erst am Dienstag herrschte auf der A3 Verkehrschaos, als ein Stromkabel auf die Autobahn fiel und es mehrere Unfälle gab.

Für Ärger sorgten dabei mehrere Gaffer und ein Motorradfahrer, der einfach die Absperrung zur Unfallstelle durchbrach.

Sattelzugfahrer übersieht Stauende - A3 nach Unfall fünf Stunden lang gesperrt 

Gegen 6.45 Uhr fuhr der 42-jährige Lkw-Fahrer auf der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt. Etwa auf Höhe der Gemeinde Theilheim (Landkreis Würzburg) bildete sich ein Stau auf dem rechten Fahrstreifen. Dies erkannte der Fahrer zu spät und versuchte noch nach links auf den mittleren Fahrstreifen auszuweichen. Dies gelang jedoch nicht und er fuhr mit voller Wucht mit seinem Führerhaus gegen das Heck eines stehenden Lkw

Glücklicherweise verletzte sich der Fahrzeuglenker dabei nur leicht und konnte nach kurzem Krankenhausaufenthalt wieder entlassen werden. Es entstand jedoch hoher Sachschaden in Höhe von 60.000 Euro. Nachdem bei dem Unfall der Treibstofftank und Kühler des Lkw aufgerissen wurden, lief Diesel und Kühlmittel auf die Fahrbahn und verteilte sich auf eine Länge von 140 Meter.

Aus diesem Grund musste die A 3 in beiden Richtungen für die Dauer von fünf Stunden gesperrt werden. Die freiwilligen Feuerwehren Rottendorf und Biebelried sowie die Autobahnmeistereien Kist und Geiselwind waren neben mehreren Abschleppunternehmen und einer Vielzahl von Polizeistreifen mehrerer Dienststellen im Einsatz, um die Autobahn schnellstmöglich wieder auf Vordermann zu bringen. 

Darüber hinaus wurden während der Unfallaufnahme 17 Verkehrsteilnehmer zur Anzeige gebracht, die Bild- und Videoaufnahmen von der Unfallstelle machten. Zudem laufen Ermittlungen gegen einen Motorradfahrer, der die Absperrung der Unfallstelle durchbrach und einen Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens zwang zur Seite zu springen.