Gegen 15:45 Uhr hatte eine Streife der Autobahnpolizei Würzburg-Biebelried mit eingeschaltetem Blaulicht auf der A3 in Fahrtrichtung Nürnberg zwischen den Anschlussstellen Kist und Würzburg-Heidingsfeld auf dem Standstreifen gehalten, um dort parkende Lkws zu untersuchen. Es herrschte zu diesem Zeitpunkt dichter Verkehr und eine Sattelzugmaschine mit Anhänger bremste auf dem mittleren Fahrstreifen bis zum Stillstand herunter.

Ein direkt nachfolgender Fahrer eines Sattelzugs, der Stahl geladen hatte, bremste seinen 40-Tonner ebenfalls herab. Dahinter war ein 51-jähriger Führer eines Sattelzugs unterwegs, der die Situation anscheinend zu spät bemerkte. Er prallte mit hoher Wucht auf das Fahrzeug vor ihm und schob diesen noch auf den davor fahrenden Lkw auf.

Die Polizeibeamten eilten sofort zu dem total demolierten Führerhaus des 51-jährigen Fahrers. Die Türen ließen sich erst nach enormer Kraftanstrengung öffnen. Dem Fahrer ging es aber dann soweit gut, dass er selbstständig den Lkw verließ. Die Fahrer der beiden anderen 40-Tonner blieben glücklicherweise unverletzt.

Ein angeforderter Notarzt landete mit einem Rettungshubschrauber auf der Autobahn. Nach einer Erstversorgung brachte ein Rettungswagen den Verletzten in eine Würzburger Klinik.

Direkt nach dem Unfall mussten alle drei Fahrspuren für den Verkehr gesperrt und über den Standstreifen umgeleitet werden. Nach etwa 40 Minuten konnte rechte Fahrstreifen wieder freigegeben werden.

Derzeit (17:30 Uhr) wird damit gerechnet, dass es wohl noch bis 19:00 Uhr dauern wird, bis die verkeilten Lkws geborgen sind. Der Gesamtsachschaden wird auf 70.000 Euro geschätzt. Die Freiwillige Feuerwehr Kist und auch die Berufsfeuerwehr Würzburg waren zu dem Unfall alarmiert worden.