Bei einem Chemieunfall sind am Mittwochmorgen laut Polizeibericht sechs Mitarbeiter des Süddeutschen Kunststoff-Zentrums leicht verletzt worden. Sie konnten vor Ort versorgt werden. Etwa 160 Personen wurden vorübergehend evakuiert. Die Feuerwehr war mit schwerem Atemschutz im Einsatz. Nach den ersten Feststellungen dürfte ein halber Liter Salpetersäure den Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst haben.

Ein Mitarbeiter des Kunststoff-Zentrums im Industriegebiet Würzburg-Ost hatte gegen 8.30 Uhr in einem Labor festgestellt, dass etwa ein halber Liter Salpetersäure in einem Gefäß aus unbekannten Grund reagiert und dabei gefährliche Gase gebildet hatte. Der Mitarbeiter verließ den Raum und alarmierte die Hilfskräfte.

Die 160 Angestellten mussten das Gebäude vorübergehend verlassen, bis die Feuerwehr mit schwerem Atemschutz die Chemikalien binden und die Räumlichkeiten lüften konnte. Durch die austretenden Gase erlitten sechs Personen Augenreizungen. Sie wurden vor Ort ärztlich versorgt.

Während des Feuerwehreinsatzes sperrte die Polizei Teile des Friedrich-Bergius-Ringes für den Verkehr. Die Feuerwehr stellte in dem Kunststoff-Zentrum umfangreichen Messungen an. Kurz nach 10 Uhr wurde die Evakuierung des Gebäudes wieder aufgehoben. Der unmittelbar betroffene Laborbereich konnte etwa eine halbe Stunde später durch die Feuerwehr und das eingeschaltete Gewerbeaufsichtsamt wieder freigegeben werden.