Ein Schlag gegen den bundesweiten Drogenhandel ist Ermittlern in Würzburg gelungen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, sollen vier mutmaßliche Drogendealer in großem Stil Drogen aus Nordrhein-Westfalen geschmuggelt und im Raum Würzburg verkauft haben. Ein Spezialeinsatzkommendo (SEK) nahm die 21, 22, 31 und 34 Jahre alten Männer fest. "Das ist schon ein herausragender Fall", sagte ein Polizeisprecher.

Herausragend ist vor allem die Menge der Drogen, die Beamte bei anschließenden Durchsuchungen in Würzburg und Nordrhein-Westfalen fanden: Sie beschlagnahmten mehr als zehn Kilogramm Amphetamin, sieben Kilogramm Marihuana und 3600 Ecstasy-Pillen. Außerdem 31 000 Euro in bar, die laut Polizei nachweislich aus Drogengeschäften stammen, eine Pistole, ein Messer und eine Schreckschusswaffe.

Nach Angaben der Polizei wurden die Drogen vom Kreis Düren (Rheinland) aus nach Würzburg geschmuggelt. Nach monatelangen Ermittlungen schlugen die Fahnder zu, als die Dealer eine neue Ladung übergeben wollten. Wegen der Bewaffnung der Täter forderten die Polizisten ein SEK an - das stürmte gegen Mitternacht ein Würzburger Hotel und fasste die Täter.

Der 31-jährige Festgenommene stammt aus dem Kreis Düren, bei ihm soll es sich um den Kontaktmann der drei Würzburger Dealer handeln. Die Ermittlungen zu weiteren Hintermännern in Nordrhein-Westfalen laufen nach Polizeiangaben noch. Alle vier Verdächtigen kamen in Haft.