Ein 41-Jähriger hat am Sonntagabend einen 61-jährigen Würzburger am Bahnhofplatz in Würzburg zunächst mit einem Klappmesser bedroht. Anschließend schlug der 21-jährige Begleiter den Würzburger, meldet die Polizei. Bei dem anschließenden Einsatz der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt wurde eine Polizeibeamtin leicht verletzt.

Am Sonntag, gegen 17.45 Uhr, hat der 41-jährige Verdächtige den 61-jährigen Geschädigten mit einem sogenannten Klappmesser und darüber hinaus wörtlich bedroht. Während der Bedrohung mit dem Messer durch den 41-Jährigen schlug dessen 21-jähriger Begleiter von hinten an den Kopf des Opfers. Der Tat vorausgegangen war ein Ereignis in einer Straßenbahn, in dem sowohl der 41-Jährige und dessen 21-jähriger Begleiter als auch der Geschädigte mitfuhren.

Hier hatte das spätere Opfer die zwei Tatverdächtigen angesprochen, da diese den Ausgang der Straßenbahn belagert hatten. Die alarmierte Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt konnte nach ihrem Eintreffen vorerst das Klappmesser des 41-Jährigen, das er jedoch nicht gegen die Einsatzkräfte verwendete, an sich nehmen. In der Folge versuchte der 21-jährige Begleiter zu flüchten, weshalb ihn eine Polizeibeamtin verfolgte und auch stellte. Bei der anschließenden Fesselung des Verdächtigen wurde die Polizeibeamtin durch einem dritten, vorher unbeteiligten, Mann von hinten in den Bereich des Oberkörpers getreten.

Mehrere Passanten schritten daraufhin ein und hielten den dritten Beschuldigten, einen 41-jährigen Amtsbekannten, zurück. Die drei beschuldigten Männer konnten im Anschluss in Gewahrsam genommen und in die Zellen gebracht werden. Zwei der insgesamt drei erheblich alkoholisierten Täter mussten sich zudem einer Blutentnahme unterziehen. Während der Anzeigenaufnahme am Tatort haben sich des Weiteren zwei zusätzliche Geschädigte gemeldet, die von dem 41-jährigen Beschuldigen, der auch das Klappmesser mitführte, geschlagen worden seien.

Zusammenfassend wurden bei dem Vorfall also drei Passanten leichtverletzt, die zunächst auf eine medizinische Behandlung vor Ort verzichteten. Die verletzte Polizeibeamtin begab sich zur Untersuchung in ein Würzburger Krankenhaus und konnte Selbiges am Abend wieder verlassen. Sie zog sich eine Bänderverletzung am rechten Fuß zu. Den drei Beschuldigten erwarten je nach Handlung mehrere Anzeigen nach dem Strafgesetzbuch, unter anderem wegen Körperverletzung, Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen sucht die Polizeiinspektion Würzburg-Stadt weitere Zeugen der Taten, beginnend bei dem Vorfall in der Straßenbahn bis hin zur Auseinandersetzung am Bahnhofvorplatz. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon 0931/4572230 zu melden.