Der ehemalige Besitzer eines Mercedes Kombi hatte diesen in einer Online-Verkaufsplattform angeboten. Am 14.08.2014 war das Fahrzeug für knapp 3000 Euro von einer Frau aus Essen gekauft und fünf Tage später auch ordnungsgemäß übergeben worden. Am letzten Donnerstag erhielt der Verkäufer dann kurz nach 14 Uhr einen Anruf eines Unbekannten unter einer ausländischen Telefonnummer. Der Anrufer beschwerte sich bei dem Verkäufer, dass das Auto einen kapitalen Zylinderkopfschaden habe und bei einer Spedition in Holland stünde. Der Mann, der sich im Gespräch als Ehemann der Käuferin ausgab, wollte sofort den exakten Kaufpreis auf eine genannte Bankverbindung zurücküberwiesen haben. Im Weigerungsfalle wurde dem Rentner mit dem Tode gedroht.

Der 64-Jährige ging richtigerweise nicht auf diesen Handel ein und informierte die Polizei in Aschaffenburg.
Sowohl der Kaufpreis als auch die Erreichbarkeit des Autoverkäufers waren im Internet recherchierbar. Die Kripo Aschaffenburg kennt die Masche und hat die Ermittlungen aufgenommen. Das verkaufte Auto hatte überhaupt keinen Motorschaden.

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt in diesem Zusammenhang erneut vor derartigen Schockanrufen. Prüfen Sie bei angeblichen Reklamationen beim Käufer der Waren selbst den Wahrheitsgehalt eines angegebenen Schadens und melden Sie Bedrohungen gegen sich sofort der Polizei. pol