In einer Mitteilung sprechen Mitglieder des Helferkreises von Menschen, die sie aktuell "beschimpfen und mit Hass überschütten". Um der Propaganda radikaler Organisationen nicht in die Hände zu spielen, kündigen sie an, "diesen E-Mails weder Raum (zu) geben, noch sie (zu) kommentieren".

Sie wollen an der Seite der Flüchtlinge bleiben. Die Tat sei die eines einzelnen 17-Jährigen gewesen und dürfe nicht allen Geflüchteten zugerechnet werden. Auch die Pflegefamilie trage keine Verantwortung für die Gewalttat. Über die Hass-Mails hatte zuerst die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Simone Barrientos, ein Mitglied des Helferkreises, das unter anderem im ARD-"Brennpunkt" aufgetreten war, bestätigte, dass auch bei ihr Hassbotschaften per E-Mail und Social Media angekommen seien. Unter anderem habe es geheißen "Du bist fällig". Sie habe deshalb am Donnerstag die Polizei eingeschaltet.