Seit Mittwoch (17. Juni) sitzt ein 30-jähriger Würzburger in Untersuchungshaft: In der Straßenbahn in der Schönbornstraße soll der 30-Jährige am Dienstagabend (16. Juni) gegen 18.50 Uhr eine sechs Jahre jüngere Frau ohne erkennbaren Grund gegen den Kopf geschlagen haben. Daraufhin soll er eine geladene Schreckschusspistole gezogen und damit einen noch unbekannten Zeugen bedroht haben, der der 24-Jährigen zur Hilfe eilte.

Der Beschuldigte sei daraufhin aus der Straßenbahn ausgestiegen und davongelaufen, teilte das Polizeipräsidium Unterfranken mit.

Mann schlägt scheinbar grundlos eine Frau in der Straßenbahn und zieht Schreckschusspistole

Beamte der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt nahmen den Tatverdächtigen nach einer sofort eingeleiteten Fahndung vorläufig fest. Die Schreckschusswaffe samt Munition wurde sichergestellt. In der Folge beleidigte, bespuckte und bedrohte der Beschuldigte die eingesetzten Polizisten massiv. 

Der Beschuldigte, der bereits in der Vergangenheit immer wieder einschlägig in Erscheinung getreten war, verbrachte die Nacht zum Mittwoch in einer psychiatrischen Einrichtung, bevor er auf Antrag der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde. Dieser ordnete gegen den 30-Jährigen die Untersuchungshaft wegen des dringenden Verdachts der Körperverletzung, der Bedrohung und mehreren Fällen der Beleidigung an.

Der Tatverdächtige wurde nach der Eröffnung des Haftbefehls in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert und am Donnerstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Die Polizei sucht nach dem unbekannten Zeugen, der der Frau zur Hilfe kam

Insbesondere der noch unbekannte Zeuge, der der 24-Jährigen in der Straßenbahn zur Hilfe kam und dabei von dem Tatverdächtigen bedroht wurde, wird dringend gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931/457-2030 mit der Würzburger Polizei in Verbindung zu setzen. Auch sonstige Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und noch nicht bei der Polizei bekannt sind, werden gebeten, sich zu melden.