Kurz nach 14 Uhr am Samstagnachmittag gingen bei der Aschaffenburger Polizei gleich mehrere Hinweise über einen rücksichtslos fahrenden Hochzeitskonvoi ein. Dieser solle mit überhöhter Geschwindigkeit und unter Missachtung von Rotlicht zeigenden Ampeln durch die Innenstadt fahren. Auch wurde eine Fußgängerin, die die verkehrsberuhigte Frohsinnstraße überqueren wollte, beinahe von einem silbernen Mercedes Cabrio, der mit hoher Geschwindigkeit von der Weißenburger Straße kommend in die Frohsinnstraße einfuhr, angefahren. Sie konnte sich laut Polizeibericht "nur mit einem Sprung zur Seite in Sicherheit bringen" und erlitt dabei einen Schock.

Im weiteren Verlauf der rücksichtlosen Fahrt bremste der Hochzeitskonvoi den Verkehr auf der Ebertbrücke bis zum Stillstand ab.
Die Insassen des Cabrios stiegen aus und schossen, wie sich später herausstellte, mit einer Schreckschusspistole mehrfach in die Luft und tanzten auf der Straße.

Im Zuge der Fahndung konnte das Tatfahrzeug wenig später auf dem Parkplatz im Schönbusch zusammen mit einer größeren Hochzeitsgesellschaft festgestellt werden. Den 25-jährigen Fahrer, der nicht im Besitz eines Waffenscheins war, konnte die Polizei ermitteln. Die Schusswaffe wurde im Fahrzeug aufgefunden und sichergestellt. Die Insassen wurden zu weiteren Vernehmungen und Maßnahmen zur Dienststelle mitgenommen. Ermittlungen wegen Nötigung im Straßenverkehr, Straßenverkehrsgefährdung sowie eines Vergehens nach dem Waffengesetz wurden eingeleitet. Der Führerschein des Fahrers wurde sichergestellt.

Zeugen sowie Verkehrsteilnehmer die durch den Hochzeitskonvoi gefährdet wurden, werden gebeten sich mit der Polizei Aschaffenburg unter der Telefonnummer 06021/857-2230 in Verbindung zu setzen.