Der unterfränkische SPD-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Volkmar Halbleib, hat wegen der Vorwürfe gegen angehende Priester am Würzburger Priesterseminar, dort bei Treffen Judenwitze erzählt, rechtsradikale Musik gespielt und an Nazirituale angelehnte Zeremonien gefeiert zu haben, eine lückenlose Aufklärung und notfalls auch personelle Konsequenzen gefordert. "Antisemitische und rechtsradikale Äußerungen oder Haltungen sind nicht hinnehmbar; genauso wenig verharmlosende und bagatellisierende Sprüche und Witze", erklärte Halbleib und betont: "Da darf es keine Grauzone und falsche Toleranz geben."

Gleichzeitig unterstrich der SPD-Politiker, die katholische Kirche sei ein wichtiger Partner bei der Auseinandersetzung mit rechtsradikalen Tendenzen und für den christlich-jüdischen Dialog, zuletzt im Bündnis ‚Würzburg ist bunt statt braun‘. Halbleib: "Diese Glaubwürdigkeit darf nicht verloren gehen." Deswegen sei er dankbar für die klaren Worte von Generalvikar Karl Hillenbrand gegenüber der Leitung des Priesterseminars. Nun sei Bischof Friedhelm Hofmann aufgefordert, "für eine lückenlose Aufklärung zu sorgen und auch personelle Konsequenzen zu ziehen, wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten", betont der SPD-Fraktionsvize. red