Ein psychologisches Gutachten kam zu dem Schluss, dass das Spiel jugendgefährdend sei - das Gericht folgte dieser Argumentation.

Die "Phaser" - mit denen die Spieler Lichtstrahlen aufeinander abfeuern - seien zumindest "waffenähnlich". Außerdem sei bei unter 16-Jährigen ein Schaden in der Persönlichkeitsentwicklung möglich. Darüber hinaus sei es möglich, dass Jugendliche durch Lasertag aggressives Verhalten erlernen.

Der Betreiber einer Lasertag-Halle hatte die Stadt in dem Prozess daran hindern wollen, eine Altersbegrenzung ab 16 für Lasertag einzuführen. Bisher durften Jugendliche ab 12 Jahren an den Spielen teilnehmen. Eine Gerichtssprecherin erklärte, dass es sich um das bundesweit erste Urteil zum Thema Jugendschutz und Lasertag handeln dürfte. Noch ist es allerdings nicht rechtskräftig.


Zum Trendsport entwickelt

Beim Trendsport Lasertag treten die Spieler mit Lichtstrahlen-Waffen in futuristischen Szenarien gegeneinander an und markieren sich gegenseitig. Wird die Sensorweste einer Person von dem Lichtstrahl eines Gegners getroffen, muss sie das Spielfeld kurzzeitig verlassen. Bundesweit eröffnen immer mehr Spielstätten, besonders unter den 10- bis 14-jährigen Jungen ist Lasertag beliebt. mit dpa