Die beiden unbekannten Frauen verwickelten die 52-Jährige am Mittwochvormittag zunächst in der Treibgasse in ein Gespräch und sagten ihr, dass sie eine "schlechte Aura" habe. Dem Ganzen könne sie Abhilfe schaffen, indem sie ihre Wertsachen "reinwaschen" lasse.

Wie die Polizei mitteilt, holte die 52-Jährige daraufhin Bargeld und Goldschmuck und übergab die Wertsachen den beiden Frauen. Im offenen Schöntal zwischen der Friedrichstraße und der Weißenburger Straße verpackten sie augenscheinlich die Wertgegenstände in ein grünes Tuch und verknoteten dieses. Weiterhin äußerten sie, dass das zugeschnürte Paket nach zwölf Tagen geöffnet werden könne. Danach seien die Gegenstände "sauber".

Als die Geschädigte im Anschluss das Tuch zu Hause öffnete, waren die Wertsachen verschwunden.
Sie fand darin lediglich Papierschnipsel vor.

Die Polizeiinspektion Aschaffenburg ermittelt nun gegen die dreisten Trickdiebinnen. Die beiden Frauen werden wie folgt beschrieben:

- zirka 160 Zentimeter groß und etwa 60 Jahre alt, kräftige Figur, bekleidet mit einem eleganten, hellen Anzug, offenbar russischer Abstammung

- zirka 170 Zentimeter groß, etwa 35 Jahre alt, kräftige Statur, trug eine helle Hose und ein T-Shirt sowie einen Ring am rechten Ringfinger, offenbar russischer Abstammung

Der Vorfall ereignete sich in der Zeit zwischen 10 Uhr und 12.30 Uhr. Zeugen, die Hinweise zu den beiden beschriebenen Personen geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06021/857-2230 bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg zu melden.