Am Sonntag (13. Dezember 2020) ist es in Würzburg zu mehreren Demonstrationen gekommen. Zum Schutz und der Durchführung der 10. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung wurden die Demonstrationen von der Polizei begeleitet. 

Zuerst fand zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr eine Kundgebung am Residenzplatz statt. Insgesamt waren dort 70 Menschen der Initiative "Eltern stehen auf Würzburg und Schweinfurt", wie das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Pressemitteilung meldet. 

Initiative "Eltern stehen auf" demonstriert in der Innenstadt

Dort kam es zu einer Passage in einer Rede, die nun der Staatsanwaltschaft zur strafrechtlichen Prüfung unterliegt. Ein Teilnehmer der Demonstration gab an, ein Attest zur Befreiung von der Maskenpflicht zu haben, welches er allerdings den Beamten nicht vorzeigen konnte. Er weigerte sich weiterhin eine Maske zu tragen, weshalb er anschließend von der Polizei der Versammlung verwiesen wurde. Rund 75 Menschen fanden sich zum Gegenprotest ein. Der Verlauf der Versammlung verlief "weitgehend störungsfrei", so die Polizei.

Später am Sonntag, zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr, rief das "Offene Aktionsbündnis gegen Rassismus und Repression" zu einer Kundgebung am Bahnhof auf. Dort fanden sich circa 100 Menschen zusammen. Zeitgleich veranstaltete "Eltern stehen auf" einen Aufzug mit rund 60 Menschen durch die Fußgängerzone. Dieser Aufzug wurde mehrfach von Menschen des "Offenen Aktionsbündnis gegen Rassismus und Repression" gestört, weshalb die Polizei einschreiten musste. Wie es heißt, waren die Beamten gezwungen einfache körperliche Gewalt anzuwenden. Aufgrund dieser Auseinandersetzung steht der Vorwurf der Körperverletzung im Raum.