Mit Experten der Notfall- und Katastrophenmedizin an der Würzburger Universitätsklinik wollen etwa Sanitäter und Seelsorger herausfinden, was bei einem ähnlichen Ereignis zu optimieren wäre, sagte der Beauftragte für die Notfallseelsorge in der Diözese Würzburg, Ulrich Wagenhäuser, am Dienstag. "Es geht darum, den Einsatz aufzudröseln." Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Ein Augenmerk bei der Auswertung des Einsatzes im Juli liegt darauf, wie und wo sich die Einsatzkräfte verteilen oder wie Befehlsketten laufen. Ziel ist laut Wagenhäuser ein Papier als Grundlage für künftige Einsätze. Ob und wie dieses Papier auch Helfern in anderen Gebieten zur Verfügung gestellt wird, müsse noch geklärt werden.

Ein 17-jähriger Flüchtling hatte im Juli in einem Regionalzug in Würzburg mit einer Axt und einem Messer fünf Menschen schwer verletzt. Er soll die Tat als Mitglied des sogenannten Islamischen Staats begangen haben. Polizisten erschossen den Angreifer.