Wie die Polizei mitteilt, ist für Freitag, 1. April, in der Zeit von 15.30 bis 16.30 Uhr in Würzburg eine Versammlung unter dem Motto " Demo gegen Terror" angemeldet. Die Veranstaltung am Unteren Markt wird von einer Vereinigung türkischer Mitbürger organisiert. Wie im Vorfeld nahezu aller Demonstrationen habe es ein Kooperationsgespräch zwischen den Sicherheitsbehörden (Stadt Würzburg/Polizei) und dem Veranstalter gegeben.

Auch der Würzburger Polizei seien die Ereignisse um die "thematisch ähnlich gelagerte Versammlung vom Ostersonntag in Aschaffenburg" natürlich bekannt. Die Erkenntnisse aus den Ereignissen vom Ostersonntag fließen zum Schutz aller Versammlungsteilnehmer in die Lagebeurteilung ein, heißt es von Seiten der Polizei.


Nach Krawallen pocht Aschaffenburger Stadtrat auf Spielregeln

Unterdessen hat sich der Aschaffenburger Stadtrat nach den Attacken von Kurden auf eine von überwiegend nationalistischen Türken organisierte Demonstration geschlossen für die Einhaltung der demokratischen Grundsätze ausgesprochen. "Die Regeln unserer demokratischen Grundordnung und des Grundgesetzes müssen strengstens beachtet werden", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung sämtlicher Stadtratsparteien und -gruppierungen sowie der Verwaltung. Die politische Diskussion müsse von der Akzeptanz der kulturellen, ethischen, sozialen, religiösen und politischen Vielfalt gekennzeichnet sein.

Man sei sich darüber einig, dass in Aschaffenburg Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung kategorisch abgelehnt werde, hieß es in der Mitteilung vom Donnerstag. Übergriffe auf die Polizei würden nicht toleriert, Demonstrationen müssten durch das Bekenntnis zu den verfassungsrechtlich fixierten Grundrechten und die freiheitlich demokratische Grundordnung geprägt sein. Auch müsse das in der Verfassung verbürgte Demonstrationsrecht respektiert werden.

Rund 600 türkische Teilnehmer einer Kundgebung waren am Ostersonntag von mehreren hauptsächlich aus Südhessen und dem Raum Stuttgart angereisten Kurden angegriffen worden. Anschließend verschanzten sich die Angreifer in einem Haus. Erst mit einem Großeinsatz der Polizei konnten 36 Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden. ak/dpa