Mehrere 10.000 Euro haben Betrüger in der vergangenen Woche in Würzburg ergaunert. Die noch unbekannten Täter gaben sich  am Telefon als Polizeibeamte aus, die angeblich den Tätern eines Raubes auf der Spur wären. Die unterfränkische Polizei ermittelt und ruft die Bevölkerung dazu auf, auch Freunde und Verwandte über die neue Betrugsmasche zu informieren. 

Am späten Dienstagabend (27.10.2020) hatte laut Polizei das Telefon bei einem älteren Herren aus Versbach erstmals geklingelt. Der Anrufer gab sich als Beamter der Kriminalpolizei Würzburg aus. Er gab an, dass es in der Nähe des Wohnorts des Senioren zur Festnahme von zwei Tätern eines Raubes gekommen sei. Bei den Festgenommenen seien Hinweise auf eine geplante Tat bei dem Senior gefunden worden. 

Falsche Polizisten in Würzburg: Telefonbetrüger bringen Mann um mehrere 10.000 Euro

Die Betrüger konnten den Mann davon überzeugen, dass seine Ersparnisse in Gefahr seien. Am darauffolgenden Tag, gegen 14 Uhr, und am Donnerstag, gegen 12 Uhr, übergab der Senior vor seinem Wohnanwesen in der Nähe der Sportanlagen schließlich mehrere 10.000 Euro an zwei verschiedene Geldabholer. Erst als die Täter ein drittes Mal Geld forderten, schöpfte der Senior Verdacht und verständigte die "richtige" Polizei.

Die beiden mutmaßlichen Betrüger können wie folgt beschrieben werden:

  •  beide schlank
  • 170 beziehungsweise 175 Zentimeter groß
  • 25 beziehungsweise 30 Jahre alt
  • dunkel gekleidet

Die unterfränkische Polizei nimmt den Vorfall zum Anlass, nochmals folgende Tipps zu geben: 

  • Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder als Lockmittel zu deponieren.
  • Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde. Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen.
  • Die Täter können mittels "Call ID-Spoofing" jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl).
  • Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen.

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Zeugen, die Angaben zu den beiden beschriebenen Geldabholern machen oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931/457-1732 zu melden.