Die Täter sprachen laut Polizeimeldung meist ältere Passanten an und gaben vor, einen goldenen Ring auf der Straße gefunden zu haben. Da sie keine Zeit hätten den Schmuck beim Fundbüro abzugeben, würden sie den Fußgängern den Ring gegen Zahlung eines Bargeldbetrages überlassen. In den Ringen selbst befand sich die Prägung 585 oder 14K, diese sollten die Echtheit des Schmuckstückes vortäuschen. Von den Betrügern wurde horrende Beträge von mehreren Hundert Euro genannt, obwohl die Messingringe lediglich einen Wert von 10 Cent haben.

Insgesamt traten die Täter in den letzten zwei Tagen sechs Mal, überwiegend in der Innenstadt, auf, berichtet die Polizei weiter. Zwei Mal konnten sie Passanten hintergehen und ergatterten durch den Verkauf der angeblich wertvollen Ringe einen geringen Bargeldbetrag.
Dabei traten die Betrüger stets gepflegt und anfangs höflich auf, wurden dann aber im Verlauf des Gesprächs meist aufdringlich. Auch die Angabe, sich von dem Finderlohn etwas zu Essen kaufen zu können, zog.

Aufgrund von Zeugenhinweisen konnten bis jetzt zwei der Betrüger durch die Würzburger Polizei dingfest gemacht werden.

Die Würzburger Polizei warnt davor, sich auf Verhandlungen mit angeblichen Findern von Goldringen einzulassen. Derartige Vorkommnisse sollten umgehend der Polizei über Notruf 110 gemeldet werden.