Marshals in Zügen: Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert nach dem Axt-Angriff in einem Regionalzug bei Würzburg mehr Anstrengungen der Bahn, um die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen.

"Die Bahn muss in diesen Bereich investieren", sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der in Bielefeld erscheinenden "Neuen Westfälischen" (Mittwochsausgabe).


Attentat von Würzburg: Mehr Sicherheitspersonal in Zügen?

Neben dem Einsatz zusätzlicher Sicherheitsleute müsse die Bahn auch das Zugpersonal besser ausbilden und ausrüsten. Außerdem plädierte Wendt für einen Ausbau der Videoüberwachung in Bahnhöfen und Zügen.

Am Montagabend hatte ein junger Flüchtling in einem Regionalzug bei Würzburg mit einer Axt und einem Messer um sich geschlagen und mehrere Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Sondereinsatzkräfte erschossen den Jugendlichen, als er auf der Flucht auch Polizisten angreifen wollte. Die Ermittler gehen von einer islamistisch motivierten Tat aus.

In anderen Ländern wie beispielsweise Indien ist es normal, dass Sicherheitspersonal durch Züge patroulliert.