Am Dienstagvormittag ist ein Autofahrer auf der A45 bei Karlstein offenbar ungebremst gegen einen Warnleitanhänger der Autobahnmeisterei gefahren. Danach war es noch zu einer leichten Kollision mit einem Lkw gekommen. Mittlerweile spricht vieles dafür, dass sich der Unfall aufgrund einer medizinischen Ursache ereignet hat. Der Fahrer wurde schwer verletzt per Hubschrauber in eine Aschaffenburger Klinik eingeliefert. Die A45 war nahezu drei Stunden in Richtung Gießen komplett gesperrt.

Zu dem Unfall zwischen den Anschlussstellen Kleinostheim und Karlstein war es wenige Minuten nach 9 Uhr gekommen. Etwa ein Kilometer vor der Anschlussstelle Karlstein stand auf dem linken Fahrstreifen ein deutlich gekennzeichneter Warnleitanhänger, der dort an einer Wanderbaustelle wegen Brückenbauwerksuntersuchungen aufgestellt war.
Durch zwei Vorwarner war der Verkehr auf der zweispurigen A45 nach rechts auf den rechten Fahrstreifen und den Standstreifen verschwenkt worden.

Der Autofahrer aus Hanau fuhr offenbar ungebremst gegen den an einen Lkw angehängten Warnleitanhänger. Danach schleuderte sein Wagen nach rechts, wobei es noch zu einem leichten Zusammenstoß mit einem Lkw kam, dessen Fahrer einen größeren Unfall durch eine Vollbremsung verhindern konnte. Das Auto mit dem 42-Jährigen am Steuer kam teilweise auf dem Seitenstreifen und zum Teil noch auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen.

Ein ausgebildeter Rettungssanitäter, der zufällig an der Unfallstelle war, leistete bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe. Der Autofahrer, bei dem sich deutliche Hinweise für eine akute gesundheitliche Beeinträchtigung als Unfallursache ergaben, wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Das Auto und der Warnleitanhänger wurden bei dem Unfall total beschädigt. Am Lkw der Straßenmeisterei entstand ein größerer Heckschaden. Insgesamt dürfte ein Sachschaden in Höhe von etwa 70.000 Euro entstanden sein, schätzt die Polizei.

Wegen der Vollsperrung der A45 hatte sich ein mehrere Kilometer langer Rückstau gebildet. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Kleinostheim von der Feuerwehr abgeleitet.