In der Folge wurde dies durch einen Polizeibeamten sofort unterbunden und es entstand ein Gerangel zwischen dem Beamten und dem Beschuldigten. Der Angeklagte wurde überwältigt, ein Beamter erlitt bei der Widerstandshandlung des 28-Jährigen leichte Verletzungen.

Gegen 16.00 Uhr war es im Gerichtssaal des Landgerichtes Würzburg in der Ottostraße zu einem Zwischenfall gekommen. Bei der Verhandlung eines versuchten Totschlags hatte sich das Gericht vor der Urteilsverkündung zurückgezogen. Der Angeklagte lief in der Verhandlungspause überraschend auf einen 49-jährigen Medienvertreter zu und griff diesen über die Absperrung hinweg tätlich an.

Ein Polizeibeamter ging sofort dazwischen und zog den Angeklagten von dem 49- Jährigen weg. Daraufhin griff der Beschuldigte auch den Polizisten an.
Als der Beamte in einem Gerangel zu Boden stürzte, versuchte der 28-Jährige zudem nach dessen Waffe zu greifen. Dies wurde sofort unterbunden und gemeinsam mit einem weiteren Beamten wurde der Angeklagte schließlich überwältigt.

Der Polizeibeamte erlitt leichte Verletzungen, war aber weiterhin dienstfähig. Der Reporter blieb glücklicherweise unverletzt. Aufgrund des Vorfalls wurde die Urteilsverkündung vertagt. Der Angriff des Angeklagten stand offenbar in Zusammenhang mit einer psychischen Störung, die ein Sachverständiger bereits in der Hauptverhandlung zuvor festgestellt hatte. Der Angeklagte, gegen den nun unter anderem auch ein Strafverfahren wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet wird, wurde im Anschluss erneut in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.