Ende April haben zunächst unbekannte Jugendliche Steine auf die Autobahn A3 bei Würzburg geworfen, wodurch ein Sachschaden in Höhe von über 30.000 Euro entstand. Mehr als einen Monat später ist es nun zu einem Ermittlungserfolg gekommen.

"Im Zuge der gemeinsamen Ermittlungen der Verkehrspolizei Würzburg-Biebelried und der Staatsanwaltschaft Würzburg ist es nun gelungen, sechs Tatverdächtige zu identifizieren", heißt es in einem Pressebericht der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried. Dabei handelt es sich um fünf strafunmündige Kinder und einen Jugendlichen.

Pressebericht führt zu ersten Ermittlungserfolgen - Strafverfahren gegen eine Person 

Am Abend des 28. Aprils 2021 wurde die Polizei über Steinewerfer auf der Tank- und Rastanlage Würzburg-Süd informiert, woraufhin sich eine Streife umgehend auf den Weg zum Einsatzort machte. Dort befanden sich noch mehrere Kinder, die jedoch sofort flüchteten. Eine Fahndung blieb zunächst erfolglos.

Einen Tag später veröffentlichte die Polizei einen Pressebericht, woraufhin sich mehrere Zeugen meldeten. Auf diesem Wege gelang es den Beamten, einen Teil der Tatverdächtigen zu ermitteln. Dank weiterer Recherchen erwirkte die Staatsanwaltschaft Würzburg mehrere Durchsuchungsbeschlüsse. Bei dem Vollzug konnte die Polizei Beweismaterial sicherstellen, das letztlich zur Identifizierung aller Tatverdächtigen führte. Es handelt sich um sechs Minderjährige im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren. 

Gegen den 14-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung eingeleitet. Den fünf Kindern bleibt dies aufgrund ihrer Strafunmündigkeit erspart. Zivilrechtliche Ansprüche der Geschädigten gegen alle Tatverdächtigen bleiben hiervon jedoch unberührt.