Am Dienstagvormittag hat ein augenscheinlich unter Drogeneinfluss stehender Autofahrer, der zuvor in Schlangenlinien gefahren war, auf der A 3 ein anderes Auto touchiert. Es wurde zum Glück niemand verletzt. Die Sachschäden an den Fahrzeugen beläuft sich laut Polizei auf etwa 6000 Euro.

Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten der Autobahnpolizei Kleinmengen verschiedener Rauschgifte und einen Schlagstock sicher.

Gegen 7.40 Uhr teilte ein Verkehrsteilnehmer der Polizei mit, dass auf der A 3 in Richtung Nürnberg ein Auto in Schlangenlinien unterwegs sei. Das Fahrzeug wäre sogar fast gegen die Außenleitplanke gestoßen.

Kurz darauf wurde der Pkw zwischen den Anschlussstellen Kist und Würzburg-Heidingsfeld in einen Unfall verwickelt: Der 27-jährige Audi-Fahrer war nach einem Überholvorgang vom mittleren auf den rechten Fahrstreifen gewechselt. Dabei war er seitlich gegen das Heck des Pkw eines 47 Jahre alten Mannes aus Baden-Württemberg gestoßen. Die beiden Autofahrer, die mit dem Schrecken davon gekommen waren, hielten mit ihren noch fahrbereiten Fahrzeugen auf dem Seitenstreifen an.


Mit Amphetamin und Cannabis im Blut am Steuer

Beim ersten Kontakt mit dem jungen Mann am Steuer des Audi hatten die Polizeibeamten den Verdacht, dass er Drogen genommen hatte, was dieser auch einräumte. Ein Test wies auf den Konsum von Amphetamin und Cannabisprodukten hin. Eine Blutentnahme folgte.

Im Gepäck des Mannes und seines vier Jahre jüngeren Beifahrers fanden die Polizisten Rauschgiftutensilien, eine geringe Menge Marihuana und einige Ecstasy-Tabletten. Zudem hatte der Fahrer einen Teleskopschlagstock in seinem Rucksack platziert.

Gegen die beiden Männer aus Rheinland-Pfalz wurde wegen der Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz Ermittlungsverfahren eingeleitet. Gegen den Fahrer wird zudem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge anderer berauschender Mittel und wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz ermittelt.