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Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Missbrauch

Früherer Jugendleiter (56) aus Franken tot in Zelle gefunden - er soll 30 Buben missbraucht haben

Der von der Polizei festgenommen 56-Jährige aus Mittelfranken ist tot. Er wurde am Mittwochmorgen leblos in seiner Zelle gefunden. Zuvor hatten erste Ermittlungen den Vorwurf bestätigt, dass der frühere Jugendleiter über mehrere Jahre hinweg Kinder und Jugendliche sexuell missbrauchte.
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Der mutmaßliche Täter im Missbrauchsfall von Gunzenhausen ist tot. Wie die Staatsanwaltschaft Ansbach mitteilte, ist der 56-Jährige am Mittwochmorgen (4. Juni 2020) leblos in seiner Zelle gefunden worden.

Ende Mai 2020 ist der ehemalige Jugendleiter eines Sportvereins aus Mittelfranken festgenommen worden. Er steht im Verdacht Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. 

Update vom 04.06.2020: Beschuldigter in Haft verstorben - Ermittlungsverfahren eingeleitet 

Laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft ist der Beschuldigte, dem der sexuelle Missbrauch von Kindern im Rahmen seiner Tätigkeit als Jugendleiter eines Wassersportvereins zur Last lag, in den frühen Morgenstunden des 4. Juni 2020 tot in seiner Zelle in der Justizvollzugsanstalt Ansbach aufgefunden worden. Die Staatsanwaltschaft hat in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Ansbach ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach den bisherigen Erkenntnissen sei davon auszugehen, dass der Beschuldigte sich selbst getötet hat, so die Staatsanwaltschaft. Zur weiteren Aufklärung des Sachverhaltes wurde durch die Staatsanwaltschaft Ansbach eine Obduktion angeordnet.

Aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Ansbach befand sich der Beschuldigte seit dem 27.05.2020 in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Ansbach. Der Beschuldigte war dringend tatverdächtig, seit dem Jahr 1991 als Jugendleiter eines Wassersportvereins sexuelle Handlungen an Kindern und Jugendlichen vorgenommen zu haben. Aufgrund der bisher durchgeführten Ermittlungen konnten zwischenzeitlich mindestens 30 weitere mutmaßliche Geschädigte ermittelt werden.

Update vom 03.06.2020: Jugendleiter soll 30 Buben missbraucht haben

Der Jugendleiter aus dem mittelfränkischen Gunzenhausen soll sich an insgesamt 30 Jungen sexuell vergangen haben. Das geht aus Informationen hervor, die der Leitende Oberstaatsanwalt Michael Schrotberger am Mittwoch (3. Juni 2020) in Ansbach bekannt gab. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur

Der 56-jährige Mann sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft. 

Erstmeldung vom 27.05.2020: Ehemaliger Jugendleiter festgenommen

Am Mittwoch (27.Mai 2020) ist ein Mann im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen festgenommen, der dringend tatverdächtig ist, über längere Zeit mehrere Jungen und männliche Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. Das teilen die Staatsanwaltschaft Ansbach und das Polizeipräsidium Mittelfranken in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. 

Die Ansbacher Kriminalpolizei hat aufgrund einer Anzeige die Ermittlungen gegen einen ehemaligen Jugendleiter eines Wassersportvereins aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aufgenommen. Erst zu Beginn der Woche fiel das Urteil im Fall eines fränkischen Logopäden, der kleine Buben über Jahre sexuell missbraucht hat.

Sexuelle Handlungen an Kindern und Jugendlichen: 56-Jähriger festgenommen

Der 56-Jährige soll demnach über mehrere Jahre sexuelle Handlungen an Kindern und Jugendlichen vorgenommen haben.

Erste Ermittlungen und Befragungen durch die Ansbacher Kriminalpolizei hatten den angezeigten Anfangsverdacht bestätigt, heißt es in der Pressemitteilung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ansbach erließ die Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Ansbach einen Haftbefehl sowie mehrere Durchsuchungsbeschlüsse.

Im Verlauf des Vormittags seien am Mittwoch die Beschlüsse vollzogen worden und der Tatverdächtige konnte festgenommen werden. Die Ermittlungen dauern an.

Eventuelle weitere Geschädigte werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911 2112 3333 zu melden.